Belastung kaum vorstellbar

Leserbriefe zu den AZ-Artikeln „Kündigung ist unwirksam“ vom 16. März und „Kantorin wieder im Dienst“ vom 13. Mai.

Man weiß: Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand! Wer aber von vornherein eine Niederlage vor Gericht riskieren möchte, der gehe mit quasi leeren Händen, sprich, mit fadenscheinigen Argumenten dorthin. So erschien der Bevensener Kirchenvorstand vor Gericht, um die fristlose Kündigung seiner langjährigen Kantorin zu begründen, gewissermaßen „in des Kaisers neuen Kleidern“. (Da lässt sich auch kein Joker aus dem Ärmel hervorzaubern).

Es kam, wie es kommen musste: Frau Bautsch-Ludolfs musste wieder eingestellt werden und darf weiter die Orgel spielen und mit Kirchen- und Kinderchor singen, wie seit vielen Jahren zuvor. Für Außenstehende ist die psychische Belastung, unter der sie während der zurückliegenden Monate litt, kaum nachzuvollziehen.

Nicht nur ich freue mich für sie über diesen für sie positiven Ausgang des Streites. Es wird noch einige Zeit dauern, bis sie wieder Tritt gefasst hat, auch beruflich. Ich will das Thema nicht noch einmal hochkochen lassen. Jetzt gilt es nach vorn zu schauen und durch eine professionelle Zusammenarbeit den zweifellos entstandenen Imageschaden wieder gut zu machen. Es sollte eigentlich nicht so schwer sein bei der klaren Verteilung der Aufgabengebiete sachlich zusammen zu arbeiten.

Ich denke, es liegt jetzt vor allem am Kirchenvorstand, die Hand zur Versöhnung auszustrecken und einen Neuanfang zu wagen. Und wenn die inneren Hürden zu groß erscheinen, warum nicht auch jetzt noch eine Mediation ins Auge fassen?

Uwe Krieg

Masbrock

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare