Belanglose Verdächtigungen

Leserbrief zur AZ-Berichterstattung „Aufruhr im Revier“ vom 14. Mai.

Ich bin selbst Jagdgenossenschaftsvorsitzender und habe als Jagdgenosse an der Versammlung am 11. Mär in Suderburg teilgenommen. In dem genannten Artikel wird behauptet, dass der Kassenprüfer, Henning Janssen, bei der Kassenführung gravierende Mängel entdeckt habe. Säumige Jagdpachtzahler haben nicht pünktlich gezahlt. Dies sei dem Vorstand nicht angezeigt worden. Eine Einbuchung der Jagdpachtforderungen sei nicht erfolgt. Auch Anmahnungen fehlten. Der Kassenführer hat mit Rücksichtnahme auf Alter und Krankheit von gerichtlichen Mahnverfahren abgesehen. Die Jagdpacht der säumigen Zahler ist, wenn auch tlw. verspätet, nachweislich immer eingegangen. Das Jagdgeld wurde immer vollständig und pünktlich ausgezahlt. Jeder Vorgang ist belegt worden. Daran gab es keinen Zweifel. Der Jagdkasse ist kein Schaden entstanden. Die Entlastung wurde dem Kassenführer verweigert, weil Einbuchungen (Jagdpachtforderungen) zum Prüfungszeitpunkt nicht erfolgt waren. Ich habe mich zu Wort gemeldet und Herrn Janssen entgegnet, dass der vorstehend vorgetragene Tatbestand kein Grund dafür sei, dem Kassenführer die Entlastung zu verweigern. Meinem Antrag wurde nicht gefolgt. Sachlich gesehen bestand kein Grund, dem Kassenführer die Entlastung zu verweigern. Herr Hillmer hat völlig korrekt die Kasse im Wege einer Einnahme-Überschussrechnung geführt. Siehe auch dazu § 4 Abs. 3 EStG. Die vom Kassenprüfer erwartete Bilanzbuchhaltung (§4 Abs. 1 EStG) mit Einbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten ist für Jagdgenossenschaften nicht vorgeschrieben und nicht üblich. In Suderburg arbeiten Teile des Jagdvorstandes gegen die Jagdpächter. Statt einvernehmlich und miteinander zu arbeiten wird gegeneinander gearbeiet. So sollte es nicht sein und so kann es nicht gut gehen. Jetzt, nach unverhältnismäßig langer Zeit (die Jagdversammlung war am 11. März), versucht jemand bewusst völlig belanglose und unbewiesene Verdächtigungen zu streuen, die mit der eigentlichen Sache nichts zu tun haben. Mit dem Artikel soll meines Erachtens nach eine gezielte Rufschädigung des Herrn Hillmer erreicht werden. Eine solche Vorgehensweise ist nicht zu bewilligen.

Otto Behrens

Hamerstorf

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