Bäume nehmen Sonnenlicht

Um den unsachgemäßen Baumschnitt am Eschenkamp ist eine Diskussion entbrannt, nachdem die Stadt Uelzen Anzeigen wegen des Baumfrevels erstattet hatte.
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Um den unsachgemäßen Baumschnitt am Eschenkamp ist eine Diskussion entbrannt, nachdem die Stadt Uelzen Anzeigen wegen des Baumfrevels erstattet hatte.

Reinhold Müller aus Uelzen schreibt zum Bericht „Baumschnitt wird Fall für Kriminalpolizei“ (AZ, 11. Juni 2015):

Ich finde es schon erstaunlich, wie weit die Verwaltung bei der (Sonnen-)Enteignung ihrer Bürger geht. Erst verlangt der Gesetzgeber, dass man passiv Häuser und Solaranlagen baut, und dann bekommt man Waldbäume vor die Tür gesetzt, die einem die Nutzung der Sonne unmöglich machen.

Eine PV-Solaranlage kann zum Beispiel bei Teilverschattung bis zu 90 Prozent ihres Wirkungsgrades einbüßen und auch ein normales Einfamilienhaus ohne Solaranlage deckt mindestens 30 bis 50 Prozent seines Energiebedarfs aus der Sonne. Fällt die Sonne als Energieträger aus, wird es also teuer.

Dazu kommen die Kosten für die unweigerlichen Zerstörungen der Wege und Straßen, die dann ebenfalls von den Anwohnern getragen werden müssen. Das beste Beispiel sind die Sternstraße und der Bohldamm/Ecke Celler Straße. Daher sollte die Verwaltung sich lieber um den Schnitt oder Austausch der Bäume als um die Strafverfolgung ihrer Bürger kümmern.

Man könnte einfach mit dem gesparten Geld die Gehweg-Reparaturen durchführen. Jetzt werden die Grünen sagen, Bäume speichern ja viel CO2. Das stimmt natürlich, jedoch speichert eine mittelgroße Buche nur etwa 12,5 kg CO2 jährlich. Um eine Kilowatt-Stunde Strom mit Kohle zu erzeugen, erzeugt man jedoch etwa 1 kg CO2. Also bindet eine Buche im Jahr etwa so viel CO2 wie an einem sonnigen Tag in einer leicht verschatteten Solaranlage an Ertrag verloren geht.

Im „nicht grünen“ Bayern ist man übrigens schon seit Jahren weiter. Dort dürfen öffentliche Bäume, welche Grundstücke verschatten, durch die Bürger gefällt werden.

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