Bäder sind Kultur-Aufgaben

Tief Luft holen müssen nicht nur die Schwimmer, sondern gegenwärtig auch die Politiker in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, wenn es um die Bäder in der Kommune geht. Sie sorgen für Defizite im Haushalt. Foto: Ph. Schulze

Leserbrief zum Artikel „25 000 Euro sind ein Witz“ und dem Kommentar „Misere durch Badschließung lösen“ über die Defizite des Rosenbades und des Schwimmbades Waldemar in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, AZ vom 26. Februar:.

Keine Defizite bei Schwimmbädern: Was da von einigen Politikern und Sparwütigen als Maxime vorgegeben wird, ist viel zu kurz gedacht. Natürlich machen öffentliche Einrichtungen keine Überschüsse. Wo sind denn die sprudelnden Gewinne aus dem Betrieb von Kindergärten, Jugendtreffs, Beratungsstellen, Sportplätzen, Schulen, Stadtbüchereien, Theatern, klassischen Konzerten …?

Auch der Betrieb von Schwimmbädern gehört seit 100 Jahren zu den typischen öffentlichen Kultur-Aufgaben von Kommunen. Wenn also die beiden Bäder in Ebstorf und Bevensen, deren Erhalt bei der Fusion der beiden Samtgemeinden Konsens war, einen Verlust von 600 000 bis 700 000 Euro einfahren, so muss an anderer Stelle gespart werden. Warum werden still und heimlich mehr Stellen in der Verwaltung der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf geschaffen, anstatt auf versprochene Synergien zu bauen und hier Stellen abzubauen? Die hohen Personalausgaben der Kommunen minimieren den Gestaltungsspielraum der Politik ganz erheblich. Hier muss angesetzt werden: Politiker im Samtgemeinderat – fordert die Bürger heraus, setzt mehr auf ehrenamtliches Engagement!

Michael Nagel,

Himbergen

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