AZ-Leserbrief

„Autobahnbau muss gestoppt werden“

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Ortolane, auch Gartenammer genannt, brüten nach Angaben von Jörg Grützmann dort, wo die Riestedter Raststätte gebaut werden soll. Im Frühjahr will der Oldenburger Nachweise vorlegen.

Zum Artikel „Riestedt-Pläne werden konkreter“, AZ vom 4.  Oktober, erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Wie gedankenlos der Satz, sonst würde er ja so nicht ausgeprochen: „Die Welt wird eine andere sein“ – vom Verantwortlichen der Stadt, Herrn Markwardt.

Die Welt wird eine andere sein: Für die armen Menschen, die diese Nonsens-Autobahn ertragen dürfen. Die alles kaputtmachen wird: die Landwirtschaft, den Boden, die Familien – genau das sind die Sachen, die Greta Thunberg sagt. Wir müssen aufhören damit, für den schnöden Mammon noch mehr kaputtzumachen.

Die Autobahn, die nur anderen dient, aber nicht den Riestedtern, die vom Lärm, Gestank und von Abgasen krank werden: Ist das damit gemeint – die Welt wird eine andere sein in Riestedt, nämlich krank?

Das darf heute kein verantwortlicher Politiker mehr machen. Mein Part in dieser Sache ist die Vogelwelt. Ich habe im Bereich der geplanten Raststätte seit diesem Frühjahr den Verdacht auf drei Paare des sehr seltenen Ortolans. Im kommenden Frühjahr werde ich die Nachweise erbringen können. Wenn Ortolane da brüten, darf die Rastanlage nicht gebaut werden. Die Art ist streng geschützt – sie darf nicht getötet, aber auch nicht vertrieben werden. Sonst gibt's eine Anzeige vor dem Europäischen Gerichtshof.

Der Bau der gesamten Autobahn muss sofort von den Verantwortlichen gestoppt werden. Wir wollen leben.

Jörg Grützmann, Oldenburg

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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