Nur Auswüchse wurden benannt

Leserbrief zum Artikel „Kinder geben Gas bei Herbstmarkt“ zum Herbstmarkt in Wrestedt, AZ vom 9. September.

Mein Fazit vom Herbstmarkt als Anwohner war, dass vieles besser war als in den Vorjahren. Allerdings entsteht ein bitterer Nachgeschmack, wenn „Jemand“ darüber berichtet und – scheinbar ungetrübt von jeglicher Sachkenntnis – ein beim Bürgerfrühstück aufgeschnapptes verleumderisches Gerücht in der Zeitung verbreitet. Tatsache ist, dass sich „Jemand“ gegen die Auswüchse des Marktes gewandt hat, die die öffentliche Ordnung zerstören und außerhalb der Baugenehmigung der Marktscheune stattfanden: zum Beispiel Musikveranstaltungen mit offenem Tor zur Straße hin, nachts um 1.30 Uhr. Der Betreiber der Marktscheune entschied sich daraufhin, diese nicht mehr zu betreiben, weil er sich ansonsten an die Vorschriften hätte halten müssen. „Niemand“ hat sich über das Markttreiben als solches beschwert, auch wenn es tagsüber manchmal nicht nur laut, sondern durch das Gemisch der gleichzeitig abgespielten Musik und weiterer Geräusche nur noch als Krach wahrnehmbar ist. Dass der Markt „kleiner“ ist, was wohl heißen soll, dass weniger Fahrgeschäfte oder Verkaufsstände dabei sind oder auch das früher übliche Feuerwerk nicht mehr stattfand, liegt an den Entscheidungen der Verwaltung, die aufgrund von Sparzwängen nach früher getätigter Verschuldung getroffen wurden. Vermutlich wurden die Bürger bisher meines Wissens nicht ausreichend darüber informiert, wer hier die Verantwortung trägt. Dies gibt dann den erwähnten Gerüchten den Nährboden, wahrgenommen und verbreitet zu werden.

Christof Struck, Wrestedt

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