Der Aula-Fahrstuhl – welch ein Aufwand?

Zum AZ-Artikel, „Unbeschwert zum Theaterbesuch“ vom 17. Mai.

Unbeschwert zu Veranstaltungen in der Aula? Welch ein (Kosten-)Aufwand wird dort betrieben, um etwa 70 Theaterbesuchern ein bequemes Erreichen des Theatersaals zu ermöglichen? Beim mobilen Kino ist überwiegend auch ein mobiles Besucherklientel, die keinen Aufzug benötigen. Und für die Schule ist es zwar schön, dass der „eine“ Rollstuhlfahrer pro Jahrgang nun auch eigenständig zu seiner Einschulung bzw. Entlassungsfeier kommt. Aber ist das ganze bei heutiger Finanzlage akzeptabel? Es wird sich wohl kaum einer mehr zu einer Veranstaltung vom Kulturverein gesellen, zumal dann ja noch eine laienhafte Bewirtung in der Pause auf den Besucher zukommt. Wäre es von den Beteiligten nicht besser gewesen, man hätte die entsprechenden Veranstaltungen ins Kurhaus verlegt? Mit ein bisschen Willen und Offenheit für etwas „anderes“ wäre das kein Problem! Das Kurhaus ist, wie wir alle wissen, bestens für gehbehinderte Menschen ausgelegt. Und auch der „Wohlfühlsinn“ wird dort mehr befriedigt als in der „kalten“ Aula. Schade, dass hier wieder frei nach dem Motto „Es ist ja nicht unser Geld, was wir ausgeben“ gehandelt wurde und sich alle Beteiligten darüber freuen. Schämen Sie sich!

Dieter Froehlich

Bad Bevensen

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