AZ-Leserbrief

„Argument wirkt fadenscheinig“

+
Hier soll die neue Kita entstehen. Die Anwohner befürchten erhöhtes Verkehrsaufkommen. 

Zum Artikel „Angst vor Verkehrslärm“, AZ vom 29. Juni, erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

Das Bauvorhaben der Stadt Uelzen für eine Kita am Stern ist im höchsten Maße lobenswert. Es ist im Interesse der gesamten Gesellschaft, dass es Eltern durch ein ausreichendes Betreuungsangebot für Kinder ermöglicht wird, ihrem Beruf nachzugehen.

Etwas anderes kann sich unser Land nicht leisten, denkt man zum Beispiel an den Fachkräftemangel oder den demografischen Wandel. Die Stadt Uelzen scheint diese Erfordernisse erkannt zu haben und reagiert darauf.

Das dem Kita-Vorhaben entgegengebrachte Argument des Verkehrslärms beim Bringen und Holen der Kinder wirkt fadenscheinig und an den Haaren herbeigezogen. Sicherlich werden nicht alle 80 dort betreuten Kinder mit dem Pkw zur Kita gebracht.

Das erfreulicherweise gestiegene Umweltbewusstsein dürfte dazu führen, dass Kinder aus dem näheren Umkreis auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß gebracht werden.

Und für all die Kleinen, die von Mama oder Papa mit dem Pkw abgeliefert werden, gilt: Es handelt es sich nicht um 40-Tonner, sondern um in einer engen Straße – also langsam – fahrende Pkw. Der Verkehrslärm dürfte sich somit also in Grenzen halten.

Christof Litschko, Uelzen

---

Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare