Anti-Christlich

Zum Bericht „Kirchenmusikerin erhält Kündigung (AZ vom 24. Dezember)

Ute Bautsch-Ludolfs erhält die Kündigung. Begründung: „Es habe eine Verabredung gegeben, dass der Chor ruhen solle.“ Er ruht! Die Menschen, die singen wollen, räumen dem Kirchenvorstand der Dreikönigskirchengemeinde in Bad Bevensen jedoch nicht das Recht ein, über ihre Aktivitäten zu bestimmen. Wenn Frau Bautsch-Ludolfs dem Wunsch dieser Sänger entsprach, mit ihnen in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung zu musizieren, geht das nur diese Gruppe etwas an! Ist mit der nunmehr arbeitslosen Frau Bautsch-Ludolfs auch die Verabredung, bzw. Verpflichtung getroffen worden, dass sie Chorarbeit – in welcher Form auch immer – ruhen lassen soll? Wohl kaum.

Auch wenn es bei Justizia nur das „Recht“ gibt, sollte nach kirchlichem Verständnis die „Gerechtigkeit“ im Vordergrund stehen. Wie ist es mit der Nächstenliebe und Frieden unter den Menschen, was gerade in der Weihnachtszeit so oft ausgesprochen wird, wofür gebetet wird? Menschen vor christlichen Feiertagen die Kündigung auszusprechen, hat sich die Wirtschaft bereits vor langer Zeit zur Aufgabe gemacht. Ein antichristliches Verhalten, das in der Regel dem Faktor „Geld“ gehorcht. So eine Vorgehensweise darf es im kirchlichen Bereich nicht geben.

Die Kündigung von Frau Bautsch-Ludolfs diente sicher nicht zur höheren Ehre Gottes. Ging es vielleicht um einen Machtkampf? Der Schimmel, den Frau Bautsch-Ludolfs in der Orgel entdeckt hatte, sollte beseitigt werden, um die Gesundheit der Besucher und ihre eigene nicht zu gefährden und vermutlich auch, um das Instrument zu erhalten. Wollte man, von Seiten des Vorstandes, kein Einsehen zeigen und die Angelegenheit eskalierte? Liegen da die Anfänge? Wie kam sich der Kirchenvorstand an Weihnachten vor, als von Frieden, Nächstenliebe und Versöhnung die Rede war? Ist er vor Scham ganz klein geworden? Nicht vergessen! Die Kirche, das sind die Gemeindeglieder und Menschen, die es waren und vielleicht auch wieder werden wollen, und die auch dort Musik machen in Chören. Gehen wir pfleglich damit um!

Vera und Werner Herrmann, Bad Bevensen

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