Angst vor Unglücksfällen

Leserbrief zum Artikel „Ausschuss lehnt Kunststoffschwellen ab“, AZ vom 28. Dezember 2013:.

Mit der Begründung, dass die bestehenden verkehrsberuhigenden Maßnahmen ausreichen würden, lehnte der Bauausschuss den Einbau von Kunststoffschwellen in der Georg- Marwede-Straße in Ebstorf mit vier zu drei Stimmen ab.

Hierbei stellt sich uns die Frage, welche Maßnahmen wurden denn getroffen? Die in einem Gespräch mit Gemeindevertretern im Jahre 2012 und 2013 angedachte Markierung der Straße mit den sogenannten Haifischzähnen als Hinweis für die „vergesslichen“ Verkehrsteilnehmer, dass in der kompletten Straße Rechts vor Links gilt, ist bis zum heutigen Tag ausgeblieben.

Das angebrachte Messgerät, welches die gefahrene Geschwindigkeit anzeigte, wurde nicht als Warnung angesehen, sondern teilweise sogar von einzelnen Verkehrsteilnehmern genutzt, um Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen.

In der am 4. September 2013 stattgefundenen Sitzung lag der Verwaltung keine Auswertung über die durch das aufgestellte Messgerät aufgezeichneten Geschwindigkeitsüberschreitungen vor.

Selbst in der darauffolgenden am 19. Dezember 2013 stattgefundenen Sitzung, also über ein Vierteljahr später, konnte ebenfalls keine Auswertung über die faktischen Zahlen vorgelegt werden.

Trotz dessen hat der Bauausschuss am 19. Dezember 2013 den Einbau der Kunststoffschwellen abgelehnt, ohne jedoch die tatsächlich vorhandenen Zahlen zu Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsüberschreitungen in seine Überlegungen einfließen zu lassen.

Da die bereits bestehende Tempo-30-Zone, noch die Rechts-vor-Links-Regelung ausreichend sind, um das Sicherheitsgefühl der Anwohner in der Georg-Marwede-Straße aufrechtzuerhalten und der Bauausschuss den Einbau der Kunststoffschwellen unerklärlicherweise ablehnte, hoffen wir auch in diesem Jahr, dass das Glück weiterhin auf Seiten der Anwohner und deren Kinder ist, und ein Unglücksfall ausbleibt.

Doreen Bluhm,

Ebstorf

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