Von Anfang an zum Scheitern verurteilt

Zum Artikel „Es war ein Fehler, stur Beschluss durchzusetzen“:

Na das liest man doch gerne, wenn Politiker „Fehler“ einräumen. Aber liebe Herren aus dem Neuen Rathaus, macht euch nicht selber lächerlich. Die Idee einer erweiterten Fußgängerzone war doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt und das wusstet ihr bzw. wisst es von Beginn an. Liebe Stadtverwaltung macht die Augen auf, die 1990er Jahre, in denen es keinen Leerstand in Uelzen gab, sind vorbei! Und in einer fast „toten“ Straße eine Zone nur für Fußgänger einzurichten, die nach euren Vorstellungen, am besten mittig der Veerßer Str. entlangschlendern sollten, um aus der Entfernung in die Schaufenster zu spähen, war doch wohl nicht wirklich euer Ernst?

Nun wurde das Provisorium endlich aufgehoben, endlich eine Peinlichkeit weniger für unsere Stadt. Das Markt-Center lehne ich nicht kategorisch ab, aber hat sich schon einer aus dem Rathaus in irgendeiner Weise darum bemüht herauszufinden, was aus der alten Kaufhalle wird? Daraus ein Einkaufszentrum machen, wäre zum Beispiel eine super Sache. Oder seit ihr zu sehr davon geblendet, aus dem „Alten Rathaus“ ein Schule zu machen? Eine SCHULE, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Uelzen hat keinen roten Heller übrig, steckt aber Unsummen in eine Kreisvolkshochschule in einem geschichtsträchtigen Gebäude, um einen Leerstand im historischen Zentrum Oldenstadt zu erschaffen. Wer soll das bitte verstehen?

Kein Wunder, das der Bürger endlich immer mehr mitbekommt, wie weltfremd Politik geworden ist. Das Geld hätte man in den Kauf des „Uelzener Hofs“ stecken können, um ihn vor dem totalen Zerfall zu retten. Aber wozu?

Lieber ein anderes altes Gebäude „zerbauen“, bevor man eines, das es wirklich nötig hat, zu retten!

Torsten Meyer,

Kirchweyhe

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