Amoklauf: Verantwortung der Medien

Zur Berichterstattung zum Amoklauf in Newtown in den USA:.

Wieder ist ein Blutbad angerichtet worden und wieder wird nur über Waffen geredet. Deutschland hat eines der strengsten Waffengesetze der Welt, Winnenden passierte trotzdem. Ich frage mich immer: Warum niemand mal überlegt, dass womöglich unser Umgang mit Film und Medien den Weg bereitet für diese Gewaltexzesse. Da wird ungerührt im ZDF zum Beispiel gezeigt, wie ein Irrer seine Opfer aufs grausamste zu Tode quält (Skandinavienkrimis).

Wer lässt sich schon abhalten von dem Hinweis „für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet“? Ich bin deutlich älter kann schon nach dem Vorspann nicht mehr schlafen. Der Newtown-Mörder war 20!

Das allein im Öffentlich-Rechtlichen, was im Internet und bei Computerspielen abläuft, ist noch viel drastischer. Da wird das Abknallen blutspritzend und von eindrucksvollen Schreien begleitet eingeübt. Stundenlang. Weiß der Kopf denn, ob das eine Nachricht ist oder eine Fiktion? Töten wird geübt und nicht Mitleid, Umsicht und Gemeinsinn. Mal ganz abgesehen von Mathe, Deutsch und Benimm. Wir sind es selber schuld!

Kristina Meyer,

Suhlendorf

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