A 39 und Alpha E

Jörg Grützmann aus Oldenburg schreibt zum Artikel „So sieht die A 39 aus“ (12. Dezember):

Ach wie zart schmiegt sich das liebliche dünne, blaue Band der A 39 zwischen Groß Hesebeck und Röbbel, wie wachsen doch – endlich wieder – die verschwundenen Mohnblumen. Diese Mohnblumen sollte sich Frau Padberg mal schön ins Haar stecken. Die sogenannte „Animation“ lässt den Moloch A 39 ja regelrecht liebenswert erscheinen! Drei LKW und acht PKW sind auf dem Bild erkennbar. Das 20-Fache wird zwischen den beiden Dörfern durchrollen, Animation hin oder her. Und das besonders nachts, wenn die LKW-Güterzüge aus Südosteuropa nach Skandinavien brettern, ohne Pausen, außer sonntags, und dann wieder zurück. Schlaf? Nein, danke! Eine A 39 wird die Menschen und den Landkreis verändern – zwangsläufig. Jeder, dem das nicht egal ist, sollte sich aktiv am Protest gegen diese Natur- und Ortszerstörung wehren.

Um ein anderes Verkehrsthema geht es in dem Artikel „Die Sache mit dem dritten Gleis“ (14. Dezember). Dazu schreibt Paul Dirk Quambusch aus Bad Bevensen:

In den Berichten über den Bau eines dritten Bahngleises wird immer wieder die Möglichkeit von „Umfahrungen“ erwähnt. Was eine „Umfahrung“ für Bad Bevensen bedeuten würde, erschließt sich mit einem Blick auf die Landkarte: Von Norden kommend würde die neue Strecke kurz vor Bruchtorf abbiegen, zwischen Bruchtorf und Jelmstorf über landwirtschaftliche Flächen verlaufen und dann Wald und Landschaftsschutzgebiet im Rießel zerschneiden. Sie würde fortgeführt zwischen Schweizerhof und Bundesstraße 4 und anschließend ein großes Stück vom Wald und Naturschutzgebiet Lohn abschneiden. Weiter ginge es an Eppensen vorbei, um kurz vor Emmendorf zur alten Trasse zurückzukehren.

Die ganze Gegend ist sehr hügelig. Um eine ebene Strecke zu erreichen, müssten tiefe Einschnitte und hohe Aufschüttungen angelegt werden. Auf Lärmschutz würde wegen des etwas größeren Abstands zur Bebauung verzichtet. Da wir überwiegend Westwind haben, hätten die Bewohner von Medingen und Bad Bevensen West Tag und Nacht mit erheblichem Lärm durch Güterzüge zu rechnen, zusätzlich zum Lärm durch die Bestandsstrecke. Wenn schon neu gebaut wird, würde die Bahn sich entschließen, gleich noch ein viertes Gleis mit zu bauen. Wir müssen dafür eintreten, dass weder die Bestandsstrecke ausgebaut noch die Umfahrungen gebaut werden. Es gibt bessere Lösungen für zusätzlichen Güterverkehr auf der Schiene.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare