Affront gegen die eigene Bevölkerung

Zur Kür der Landrats-Kandidaten: Ich frage mich: Was haben wir nur für einen Bürgermeister ... ? Da stellt sich mit Rainer Nowak ein Mann zur Wahl zum neuen Landrat, der über ein grundehrliches Verantwortungsbewusstsein verfügt und der über viele Jahre gezeigt hat, wie wichtig ihm als Einheimischem das Wohl unserer Region ist. Und was macht der Uelzer Bürgermeister? Er bringt mit Jürgen Krumböhmer jemanden zur Wahl ins Gespräch, der bisher mit dem Kreis Uelzen so gut wie nichts zu tun hatte. Ich sehe darin einen Affront gegen die eigene Bevölkerung.

Mal davon abgesehen, dass ich schon lange der Meinung bin, wir sollten aus Kostengründen die Planstelle eines Landrats abschaffen und das Geld in soziale und sinnvollere Projekte stecken, und wenn wir den Posten denn unbedingt bräuchten, höchstens mit einem Ehrenamtlichen besetzen, mal abgesehen davon, dass es sich Lukats Vorschlag mal wieder um einen Juristen handelt, als hätten wir davon nicht schon genug in der Politik, was reichlich nach interner Kungelei aussieht – nein, der ortsfremde Kandidat verspricht uns auch noch, sich für Großprojekte einzusetzen, als hätte es die vielfältigen Proteste deutschlandweit gegen Großprojekte noch nie gegeben. Großflughafen Berlin, Atomkraftwerke, Bahnhof in Stuttgart, Bau neuer Autobahnen… Ich für mich kann nur sagen, ich habe die Nase gestrichen voll von diesen Großprojekten, denn letztlich kommt unterm Strich für die „normalen Bürger“ , die in der Region leben, nichts raus. Und auch hier in Uelzen regt sich Widerstand gegen den überflüssigen Bau eines Marktcenters.

Wie gesagt, wir brauchen hier im Kreis Uelzen keinen von Außen, der uns das Blaue vom Himmel herunter verspricht. Ich wünsche mir – wenn überhaupt – jemanden, der sich für die hier lebenden Menschen und nicht für irgendwelche Bauprojekte interessiert.

Und ich denke, da spreche ich für sehr viele Menschen hier in der Region.

Eckart Warnecke,

Uelzen

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