AfD? Ein populistischer Slogan

Zum Bericht „Proteste bei AfD-Termin“ (AZ v. 1. September) schreibt Jonathan Heistermann aus Ebstorf:.

Lieber Paul, ich nehme an, dass es in Ordnung ist, Dich zu dutzen, nachdem Steffen Kahl Dich ja in seinem Artikel ebenfalls nur Paul nennt. Natürlich kennt Ihr euch schon länger, spätestens seit der rührenden AZ-Homestory im März, aber an eine zu enge Verbindung zwischen Politik und Journalisten ist bei Dir natürlich nicht zu denken, schließlich kritisierst du genau das immer wieder. Daher nehme ich an, dass Du, ganz Mann des Volkes, einfach das Gespräch auf Per-Du-Ebene vorziehst.

Den Artikel finde ich übrigens klasse, mein persönlicher Höhepunkt findet sich gleich im zweiten Absatz: „Rund 30 Gegner […] rückten die AfD in Redebeiträgen in die Nähe von Nationalismus und Rassismus.“ Und dann auch noch mit „lauter Musik“, absolut skandalös.

Wir beide wissen, dass die AfD keine Außenstehenden braucht, um in die Nähe von Nationalismus und Rassismus zu rücken, ein Blick in die eigenen Reihen oder das eigene Parteiprogramm genügt völlig. Aber man kann es ja mal versuchen. Doch für Dich, Armin-Paulus Hampel, den Weltenbummler mit Ressentiments gegen Menschen anderer Herkunft, den Heimatvertriebenen mit Angst vor Heimatvertriebenen, steht ja eh die Kommunalpolitik im Fokus, die Du „von der Pike auf“ lernen möchtest. Dass Du und Deine Mitstreiter dabei leider absolut keine Ideen habt, sollte nicht weiter stören, Hauptsache Ihr seid gegen alles andere! Den öffentlichen Nahverkehr, insbesondere für ältere Menschen, zu verbessern halte ich für eine tolle Idee! Den Grund, warum Du junge Menschen nicht fördern willst, sowie das Konzept zur Umsetzung Deiner Idee verrätst Du uns sicherlich mit Absicht nicht, um die Spannung zu bewahren, oder? Wer mit einem einzigen, undurchdachten, populistischen Slogan unsere Region durch die Herausforderungen der Zukunft führen will, sollte zum Lernen lieber zurück in den Kindergarten gehen. Das wäre zwar ein kleiner Rückschritt für Dich, lieber Paul, aber ein großer Schritt nach vorne für unseren Landkreis.

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