Abstimmung mit den Füßen

Zum Bratwurst-Standstreit auf dem Uelzener Weihnachtsmarkt:

Es ist ja wohl nicht zu fassen. Da wird einem Weihnachtsmarkt-Beschicker, der schon mehrere Jahre die Uelzener mit seiner guten Thüringer Bratwurst verwöhnt, erst der anfangs zugesicherte Standort verweigert und dann anschließend auch noch ganz vom Markt verwiesen. Dank an Thomas Mitzlaff, dass er sich in der AZ dieses Themas angenommen und diesen Skandal öffentlich gemacht hat.

Dem Wurstverkäufer Matuschak wurde vorgeworfen, er störe den Geschäftsablauf des Weihnachtsmarktes; die Frage nach dem Wie und Warum jedoch blieb unbeantwortet. Das Pikante an der ganzen Geschichte: Der für die Platzvergebung Zuständige steht nun selbst auf dem Platz mit Thüringer Bratwurst, der eigentlich Matuschak zugesichert wurde und möchte ,,ernten“, was Matuschak in den Jahren zuvor aufbaute. Ein Schelm, der Böses sich dabei denkt...

Man könnte wirklich sagen, dass hier mafiose Strukturen greifen - und das im beschaulichen Uelzen in der Vorweihnachtszeit. Glücklicherweise wurde durch eine einstweilige Verfügung Matuschak doch noch kurzfristig ein Standort zugewiesen, wenn auch ein paar Meter dahinter in der Lüneburger Straße. Und dort wird derweil von den Marktbesuchern nach meiner Einschätzung eine ,,Abstimmung mit den Füßen“ vorgenommen: Diese Bude mit den leckeren Thüringer Bratwürsten wird trotz der sog.1b-Lage besser frequentiert als die am alten Standort.

Ich für meine Person weiß jedenfalls, wo ich weiterhin meine Thüringer Bratwürste kaufe.

Helmut Müller,

Bad Bodenteich

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