AZ-Leserbrief

Abschottung ist ein Rückfall in alte Zeiten

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Der Asyl-Konflikt sitzt tief: Horst Seehofer, Angela Merkel. 

Den Leserbrief von Klaus Gmyrek („Glückwunsch der CSU und Horst Seehofer“) kommentiert Astrid Tammer aus Soltendieck.

Gut für unsere Demokratie, wenn ein Innenminister in einem selbstherrlichen Alleingang die Kanzlerin öffentlich erpresst und einen eher doch abzulehnenden Umgang miteinander vorführt? Ganz abgesehen davon, dass es Deutschland nach Außen hin massiv geschadet hat!

Das Flüchtlingsproblem war eine Überforderungssituation für alle, aber nach den unsäglichen Vorgängen im Dritten Reich haben sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes dazu verpflichtet, politisch Verfolgten Asyl zu gewähren. Von wie vielen war nicht die Rede.

Ich finde, dass die Kanzlerin diese Krise ohne Grundgesetzverletzung mit ihrer Mannschaft gut gemeistert hat! Inzwischen ist tatsächlich eine Entspannung eingetreten und der eingeschlagene Weg erscheint mir der Richtige zu sein; zumal Europa zur Zusammenarbeit gefordert und der europäische Gedanke nicht nur ein Scheingebilde ist.

Die Abschottungsstrategien eines auf Stimmenfang in Bayern bedachten Herrn Seehofers sind nicht nur kontraproduktiv, sondern ein Rückfall in überholte Zeiten! Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Das gilt auch für Fremdeinflüsse, die in der Geschichte nicht geschadet, sondern die Gesellschaften in der Regel belebt und weiter gebracht haben.

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