Abmahn-Abzocken keine Einzelfälle

Reaktion auf den Leserbrief „Viel Aufmerksamkeit für Pornogucker“, AZ vom 4. Januar, und die Berichterstattung zu der Redtube-Abmahnwelle:.

Uelzener gehen in die Offensive, auch wenn es sich nur um Abzocke eines Pornoportals handelt! Gerade diese Denkweise veranlasst gewisse Leute, uns zum Tabuthema „Pornografie“ einzuschüchtern und unter Druck zu setzen.

Als ich zu dem Fall Redtube die Berichte in der AZ las, dass unter anderem auch Uelzener von Mahnungen bombardiert werden, erinnerte ich mich an einen Fall einer Frau, die mir bekannt ist. Sie wird seit zwei Jahren von mysteriösen Anbietern angeschrieben und bei ihr landete auch ein Mahnbescheid im Briefkasten. Dabei hatte sie noch nie in ihrem Leben einen Porno heruntergeladen oder gar getauscht.

Die ständigen Drohungen, in denen man mitteilte, welche Beträge gezahlt werden sollen, um Ruhe vor diesen Leuten zu bekommen, zehrten doch sehr an ihren Nerven. Es ist offensichtlich, dass eingetroffene Schreiben lediglich Kopien sind und wahrscheinlich in größeren Mengen angefertigt werden.

Und endlich wird dieses Thema Abmahnverfahren öffentlich und man merkt, dass es nicht nur Einzelfälle sind, bei denen Menschen Beträge zahlen sollen, ohne dass es die Grundlage dafür gibt. Wird man automatisch zu einem Täter, weil man ein solches Schreiben bekam?

Gabriela Kastens,

Bad Bevensen

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