AZ-Leserbrief

Abdichtungsversuch war hoffnungslos

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Fischbeck, 10. Juni 2013: Den Versuch, die Deichbruchstelle abzudichten, hält Heinz Priebe für stümperhaft. 

Ein Denkmal an der Stelle, wo im ostelbischen Fischbeck am 10. Juni 2013 der Deich brach, ist „ein Zeichen“.

Sich aber ansonsten damit zu rühmen, dass der Abdichtungsversuch ein Erfolg war, kann dieser AZ-Leser nicht nachvollziehen („Ein Denkmal für die Deichbruchstelle“, AZ vom 6.  März):.

Gegen ein Denkmal an der Deichbruchstelle bei Fischbeck wäre wenig einzuwenden, nämlich als Zeichen einerseits für Naturgewalt und andererseits für menschliche Hoffart, diese Gewalt jederzeit zähmen zu können.

Jetzt aber den damaligen stümperhaften Abdichtungsversuch als Erfolg darzustellen, lässt sich nur als maßlose Dummdreistigkeit bezeichnen. Dumm, denn besser als Worte es ausdrücken können, zeigt das dem Zeitungsartikel beigefügte Luftbild, wie hoffnungslos ein Versuch ist, mit auf Grund gesetzten Prahmen so eine Bruchstelle abzudichten.

Dreist, denn schon damals wurde und auch jetzt wieder wird die Maßnahme als zielführend dargestellt: „Die Strömung konnte gestoppt werden“. Leider zeigt das Bild nun wirklich das genaue Gegenteil.

Insgesamt gesehen, hat allein die damalige Rettungsaktion mit dem zusätzlichen Bergungsaufwand mindestens einen höheren sechsstelligen Betrag verschlungen. Es wäre viel sinnvoller gewesen, dieses Geld den Geschädigten zukommen zu lassen.

Heinz Priebe, Bad Bodenteich

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Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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