A39-Propaganda

Uwe Krieg aus Römstedt meint zum Artikel „So sieht die A 39 aus“ vom 12. Dezember:

Landschaftsidylle in mildem Licht, veredelt durch eine Autobahn, die sich wie eine Carrerabahn mit Spielzeugautos in sanftem Bogen hindurchzieht und sich am Horizont verliert. Wer möchte hier nicht Urlaub machen? Wer könnte, wer dürfte sich hier noch begründet gegen den Bau einer Autobahn wenden? Man muss es den Autobahnplanern lassen, sie verstehen das Handwerk der Propaganda und Verharmlosung. Mit ihrer sogenannten „Visualisierung“ soll uns Bürgern, betroffenen und vor allem nicht betroffenen, vermittelt werden, wie harmonisch, ja geradezu organisch sich eine A 39 in die Landschaft einfügen würde.

So wird auch in der Wirtschaft mit angeblich glücklichen Hühnern, Kühen und Schweinen für ihre Produkte geworben.

Mit Bedacht wurde bei der Darstellung ein Abschnitt herausgegriffen, der den Bereich des größten Konfliktes, nämlich die Überquerung des Röbbelbachs am Rande Groß Hesebecks, ausspart. Gute Gründe gegen den Bau der A 39 sollen hier nicht noch einmal wiederholt werden.

Hier soll ganz offensichtlich dem großen Teil der Bürger, die sich wenig oder gar nicht mit dem Für oder Wider einer Autobahn auseinandergesetzt hat, eine Zustimmung leicht gemacht werden. Diese Art der Präsentation geht an der harten Wirklichkeit einer Autobahn vorbei und weicht Argumenten aus. Für mich grenzt das an den Versuch einer Verdummung, den ich hiermit nicht unwidersprochen hinnehmen möchte.

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