Emmener kritisiert Namensgebung für Carl-Peters-Straße in Wittingen

„Will man die noch haben?“

Sigurd Plesse aus Emmen macht sich Gedanken über den Namensgeber der Carl-Peters-Straße in Wittingen:

Carl Peters macht wieder Schlagzeilen. Wenn auch nur über einem Bericht im IK über die Aufwertung seiner Straße in Wittingen. Ich nehme das zum Anlass darauf hinzuweisen, dass Carl Peters als ausgewiesener Rassist und viel Schlimmeres für die Ideologie der Nazis vorbildlich war. Aber heute gilt doch wie seit über 200 Jahren für die Vernünftigen und „Aufgeklärten“ dieses: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten können.“

Ein anderer Namensgeber in Wittingen, und nicht nur dort, der dieser Forderung in keiner Weise entspricht, ist Hindenburg. Der Hindenburg, wie man ihn zu kennen meint, ist nichts als eine Propagandafigur. Nur die Propaganda hat ihn zum „Retter Deutschlands“ aufgebaut. In Wirklichkeit war er das Gegenteil. Er hat den Verlust des 1. Weltkrieges zu verantworten, weil er erpresserisch gegenüber der Reichsregierung den uneingeschränkten U-Boot-Krieg und damit den entscheidenden Eintritt der USA in den Krieg erzwungen hat. Seine Verantwortung für den Ausgang des Krieges hat er den Matrosen in Kiel mit der „Dolchstoßlegende“ zugeschoben, obwohl er schon vier Wochen vorher der Reichsregierung schriftlich den Verlust des Krieges eingestanden hatte. Sein verhängnisvollster Fehler für Deutschland und die Welt war jedoch die aus seiner Machtfülle und aus seinem Willen heraus erfolgte Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

Solche für Deutschland und die Welt so unseligen Gestalten wie Hindenburg oder Rassisten wie Peters als zu ehrende Namengeber für Straßen und dergleichen – will man die wirklich in Wittingen usw. noch haben?

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