IK-Leserbrief

„Weiter in die Zukunft denken“

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Baugebiet Kakerbecker Straße: Auf dem Dreieck südlich der Bebauung sind 17 Parzellen geplant. 

Lars Dreyer-Winkelmann aus Wittingen äußert sich zur Suche nach neuem Bauland:

Im Artikel vom 9. Januar ging es um mögliche neue Baugebiete im Kernort Wittingen. So notwendig diese sind, um weiterhin jüngere Familien in den Ort zu holen und natürlich auch die Ansiedlung von Unternehmen zu ermöglichen, so sehr möchte ich die politischen und kommunalen Beteiligten bitten, in diesem Themenkomplex nicht nur kurzfristig, sondern weiter in die Zukunft zu denken.

Sehr zu begrüßen ist der Ansatz beim neuen Baugebiet an der Kakerbecker Straße, in dem größere Ausgleichsflächen vorgehalten werden. Diese grüne Bauleitplanung wäre hinsichtlich der Naherholungs- und touristischen Aspekte (letztgenannter soll ja durch die neue Tourist-Information noch verstärkt werden) für die ganze Stadt wünschenswert.

Für neue Gewebegebiete bitte ich zu bedenken, dass wir bereits einige Umzüge bestehender Unternehmen in neue Gewerbegebiete hatten, was zur Folge hatte, dass die Altlasten immer noch das Stadtbild verschandeln und sich teils nach über zehn Jahren noch keine Nachnutzung ergeben hat.

Wichtig wäre in meinen Augen, dass die Stadt selbst die Vermarktung neuer Grundstücke übernimmt, um den Vergabeprozess besser steuern zu können und mehr Gerechtigkeit zu ermöglichen.

Es kann nicht sein, dass hier auf Grund von Spekulation mittlerweile Preise von beinahe 100 Euro pro Quadratmeter aufgerufen werden – wir sind hier immerhin „auf dem Lande“ und nicht in Wolfsburg.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die vor kurzem veröffentlichte Statistik der Quadratmeterpreise im gesamten Kreis, die im Durchschnitt bei beinahe 50 Prozent der hier zuletzt veranschlagten Preise liegen.

Will sich die Stadt attraktiv und zukunftsorientiert aufstellen, heißt das also: Junge Familien bekommen das Bauland zu angemessenen bzw. günstigeren, Investoren, die sich ihre dritte Immobilie bauen wollen, zu höheren Preisen.

Das wäre nicht nur gerecht, sondern würde auch der Bevölkerungsentwicklung zu Gute kommen.

Eine eigene Vermarktung könnte auch dabei helfen, vertrauensvoll und vielleicht problemloser neues Bauland (das ja laut Herrn Rönneberg möglichst günstig sein soll) angeboten zu bekommen, wenn sichergestellt ist, dass sich niemand unverhältnismäßig an den Geschäften bereichert.

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