Wolfgang Banse aus Wittingen teilt in seinem Leserbrief seine Gedanken zu den Feiertagen

„Weihnachten heißt ankommen“

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Wolfgang Banse schreibt über Weihnachten.

Weihnachten verbringen viele im Kreise ihrer Lieben und in behüteten Heimen. Wolfgang Banse aus Wittingen mahnt in seinem Leserbrief dazu, auch die weniger privilegierten Menschen nicht zu vergessen. Weihnachten sei schließlich für alle da:

„Züge, Schiffe, Flugzeuge, Busse und Bahnen bringen Menschen ans Ziel, wo Eltern, Großeltern, Verwandte, Freunde, Bekannte wohnen. Alle wollen ankommen. Die Heilige Familie findet hier ihr zu Hause in der Liebe, bei den Menschen, denen sie begegnet.

Leserbrief

In dieser Zeit sind wir Menschen empfindsamer für die Ungerechtigkeiten dieser Welt und ihre Unfreundlichkeiten. Viele leiden unter menschlicher Kälte, der Hektik, dem Leistungsdruck und den erdrückenden Sorgen:

Als eine Art der Unmenschlichkeit kann man es bezeichnen, dass Wohnungs- und Obdachlose oft unsanft von Sicherheitskräften der Deutschen Bahn AG aus den Bahnhöfen vertrieben werden.

Als eine Art der Unmenschlichkeit kann man es bezeichnen, dass Arbeitgeber gehandicapten Arbeitnehmern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Chance geben.

Als einen Akt der Unmenschlichkeit kann man es bezeichnen, dass Asylsuchende und Flüchtlinge als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnet werden.

Als einen Akt der Unmenschlichkeit kann man es bezeichnen, dass Kranke, Ältere, Erwerbslose und Arme diskriminiert und ausgegrenzt werden von der Gesellschaft, weil sie keinen Profit abwerfen.

Mitten in der zerrissenen Welt verkündigen Engel auch 2018 die Botschaft: „Euch ist heute der Heiland geboren.“

Weihnachten ist eine große Einladung, einfach Mensch sein zu dürfen in dieser oft unmenschlichen Welt und Zeit. Zu Weihnachten kommt Licht in das Dunkel, wird Gott Mensch. Wir dürfen ankommen an der Krippe, niemand wird ausgegrenzt, stigmatisiert oder gemobbt.

Reiche und weniger Begüterte, Hausbesitzer und Mieter, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Kranke und Gesunde, Gehandicapte und Nichtgehandicapte, Kinder und Erwachsene, Obdachlose und Wohnungsinhaber – jede und jeder ist willkommen am Weihnachtsfest 2018.“

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