Wolfgang Banse aus Wittingen macht sich Gedanken über das Fest und soziale Gerechtigkeit

„Weihnachten endet nicht am 2. Feiertag“

Wolfgang Banse, Wittingen, macht sich Gedanken zum diesjährigen Weihnachtsfest:

Für Gewerbetreibende könnte das ganze Jahr Weihnachten sein. Das Geschäft boomt, im Durchschnitt wollen die Deutschen zum Weihnachtsfest 488 Euro ausgeben.

In den Botschaften und Ansprachen im Isenhagener Land und auf der ganzen Welt wird vom Frieden auf Erden die Rede sein. Haben sich die Engel geirrt? Es ist kein Friede auf Erden. Denken wir an die heimtückischen, schrecklichen Anschläge in Schweden, Spanien, Manhattan und zuvor in Frankreich und Berlin.

Im Weihnachtsevangelium ist die Rede von Syrien. Syrien, wie Afghanistan, Jemen, Irak, ist geschunden vom Krieg. In diese Welt kommt Gott. In Bethlehem damals, heute im Jahr 2017 zu uns. Gott kommt nicht mit einer Streitmacht, nicht mit einem UNO-Mandat. Keine Kriegsschiffe, Panzer oder Armee hat das Kind in der Krippe.

Von der Geburt bis zum Tod war Liebe das Leitmotiv des in einem Stall zur Welt gekommenen Kindes. Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Jeder Mensch, der in Armut lebt, ist einer zu viel. Allein in Deutschland haben 860 000 Menschen kein Obdach. Bezahlbarer Wohnraum muss das Anliegen von Politikern sein, Wohnraum darf nicht zum Luxusartikel werden, den sich nur noch wenige leisten können.

Weihnachten endet nicht am 2. Weihnachtstag. Weihnachten geht weiter. Jede und jeder ist willkommen an der Krippe, ohne sozialen Habitus, Ansehen der Person, Kreditkarten. Weihnachten ist mehr als Konsumrausch, Kaviar, Champagner.

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