Veränderte Bedingungen

Zur Wiederansiedlung des Wolfes in der Region schreibt Claudia Schulze aus Wittingen:

So langsam aber sicher reißt mir der Geduldsfaden mit diesen ignoranten Besserwissern von Landwirten, Schäfern und Jägern, die sich einfach nicht mit veränderten Bedingungen abfinden können: „Hilfe, der Wolf! Schießt ihn tot!“

Und sie sind nicht nur unfähig, sich mit der kulturellen Veränderung abzufinden, die sich in den Köpfen von Millionen von Mitteleuropäern abgespielt hat, wenn es (nicht nur) um den Wolf geht, sie sind genauso unfähig, klare objektive Informationen zu diesem Thema anzunehmen. Und weil das so ist, schreien und krakeelen sie lautstark herum und versuchen uns allen weiszumachen, sie wüssten, was für uns alle das Beste sei.

Und wenn nichts hilft, dann greift irgendeiner zu seiner Waffe und knallt einen Wolf ab: „Oh, ich dachte, das sei ein Hund!“ Ich habe zunehmend Mühe, diesen Unsinn zu ertragen.

Selbstverständlich ist es ausgesprochen ärgerlich, wenn eine Behörde eine halbe Ewigkeit braucht, um einen Schadensersatzantrag zu bearbeiten. Klar, das haben wir alle schon mal durch und wissen, wie sehr das nervt. Klug ist es sowieso nicht. Und ebenso ärgerlich ist es, wenn man dann noch eine Ablehnung bekommt.

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