„Und doch: Halleluja“

Pastor Martin Berndt, Superintendent a. D. , reagiert auf den Artikel „Kirche statt Kick“ (IK vom 14. Februar):.

Wenn schon nicht in der Sporthalle, dann doch auf jeden Fall in unseren Gottesdiensten landauf und landab: Für die gottesdienstliche Gemeinde ist das „Halleluja“ immer noch lebendiger Ausdruck, Gott zu loben und ihm zuerst und zu letzt die Ehre zu geben. Schade, dass die Redaktion des Isenhagener Kreisblattes darauf keine Rücksicht nimmt und so wenig Fingerspitzengefühl im Umgang mit gelebten Ausdrucksformen christlichen Glaubens in unseren Gemeinden beweist.

Da Herr Klaus-Peter Grünheid den Weg über die Presse nimmt, antworte ich im Übrigen in der Sache auf diesem Wege für das Pfarramt: Ich gebe ihm Recht, wenn er bedauert, „dass die Interessen der Kirchengemeinde und des Teamsports kollidieren“.

In der Vergangenheit war es durchaus möglich, im Einzelfall eine einvernehmliche Lösung zu finden. Allerdings handelt es sich bei dem bevorstehenden Wochenende nicht um irgendeine alltägliche Konfirmandenstunde, sondern um eine einmalige, intensive gemeinschaftliche Vorbereitung aller 60 Jungen und Mädchen auf den Vorstellungsgottesdienst, der – wie alle wissen, die sich zur Konfirmandenarbeit anmelden – Voraussetzung für die Konfirmation ist. Dieses Wochenende ist der einzige gemeinsame Vorbereitungstermin aller Konfirmandinnen und Konfirmanden. Es ist verbunden mit der einvernehmlichen und ausgewogenen Aufteilung der Aufgaben und Rollen und dem Einüben des chorischen Gesangs. Darum ist die Teilnahme aller unverzichtbar.

Dieses Konfirmandenprojekt wurde von uns – gerade mit Blick auf die zeitliche Spanne – langfristig geplant. Seit September 2012 haben unsere Konfirmand/inn/en schriftlich Kenntnis von diesem Termin. Leider haben wir erst am vergangenen Sonntagabend Kenntnis von dem Fußballereignis erhalten. Um in Zukunft terminliche Überschneidungen – so weit das möglich ist – zu vermeiden, laden wir die Verantwortlichen im Sport ein, mit dem Pfarramt rechtzeitig das Gespräch zum Abgleich der Termine zu suchen, am Besten, bevor für den neuen Konfirmandenjahrgang die Termine geplant werden.

Martin Berndt

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