Von tiefergehenden Problemen ablenken

Zum Artikel „Wut der Pegida-Bürger“ (IK vom 7. Januar) schreibt Richard Bockelmann in Knesebeck:

Die schrecklichen Ereignisse in Paris haben mich bewogen, den oben genannten Artikel noch einmal zu lesen und nun zu kommentieren.

Wahrscheinlich hätten die Autoren Schurig und Clasmann den Artikel heute auch etwas selbstkritischer verfasst. Herablassend wird sich mit der deutschen Rechtschreibung befasst, was hier in diesem Zusammenhang wohl völlig überflüssig wäre. Jeder Deutsche weiß wohl, wie er durch große Lettern etwas Besonders hervorheben kann. Das ist individuelle Taktik und hat doch wirklich nichts mit Kenntnissen in der deutschen Rechtschreibung zu tun.

Man hätte lieber darauf eingehen sollen, dass die, die gegen Pegida demonstrieren oder Kritik üben, offensichtlich mangelhafte Deutschkenntnisse haben, weil sie das Positionspapier der Pegida mit den 19 Punkten nicht lesen o der verstehen können. Die eigentlich deutsch verständlichen Aussagen wurden sogar im IK als ,diffus’ bezeichnet!

Ein anderer Punkt wird ebenfalls verniedlicht: Herr Ulfkotte (Anmerk. d. Redaktion: Journalist und Buchautor) hat mit Sicherheit wichtigere Probleme mit dem Islam in seiner Rede vorgetragen, als die mit dem Kindergarten und Schweinefleisch. Aber so kann man die Dinge natürlich ins Lächerliche ziehen und von den tiefergreifenden Problemen ablenken.

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