Sparkasse und Polizei raten zu Vorsicht und Misstrauen

Datenklau bei Bankkunden

Betrug im Internet Berlin Deutschland Keyboard and credit cards Berlin Germany 04 02 200
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Immer häufiger werden Bankkunden Opfer von Betrügern.

Gifhorn – Immer wieder wird aktuell in den Medien davor gewarnt, dass Unbefugte illegal versuchen, an Daten von Kunden der Sparkassen und anderer Finanzdienstleister heranzukommen. Welche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden können, hat die Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg in Kooperation mit den Polizeiinspektionen des Geschäftsgebietes ausgearbeitet.

Die Methoden der Betrüger werden immer vielfältiger und ausgefeilter. Meist wird zunächst eine E-Mail versandt, die auf den ersten Blick glaubhaft macht, dass diese von der Sparkasse oder einem anderen Finanzdienstleister kommt. Oft wird man aufgefordert, ein Dokument auszufüllen und zurückzuschicken. Im Vertrauen auf die Richtigkeit, füllen Kunden dieses aus und senden es an den Empfänger zurück. Nach einiger Zeit – es kann auch ein längerer Zeitraum sein – erfolgt ein Anruf der Kriminellen. Diese geben sich als Mitarbeiter der Sparkasse oder eines Finanzdienstleisters aus. „Häufig beobachten wir, dass diese Anrufe zum Wochenende oder direkt am Wochenende erfolgen. Hier geht es darum, mit den bereits gesammelten Daten Vertrauen bei den Opfern zu generieren und diese zu einem Geldtransfer unter Weitergabe der TAN zu verleiten“, sagt Ricarda Kirk, Justiziarin der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg. Die angezeigten Fälle betreffen mittlerweile nahezu alle Altersgruppen „Wenn die Kunden den Betrug bemerken und melden, ist es meist schon zu spät, die abgezweigten Geldmittel in voller Höhe zurückzuholen. Lediglich bei großen Transaktionen am Schalter mit persönlichem Kontakt haben wir die Möglichkeit, kritisch nachzufragen und entsprechend zu handeln“, so Kirk weiter.

„Onlinebanking ist komfortabel und für viele zur Selbstverständlichkeit geworden“, weiß Klaus Ahne vom Präventionsteam der Polizei Gifhorn. Er kennt die Gefahren, die entstehen, wenn nicht sorgsam mit sensiblen Daten umgegangen wird. „Kriminelle versuchen unentwegt, mit gefälschten Internetseiten, fingierten E-Mails oder telefonischer Ausgabe als Bank- oder auch Microsoftmitarbeiter Zugangsdaten auszuspahen, um die Konten ihrer Opfer zu plündern.“

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