Sind Fallzahlen der Polizei geschönt?

Ralf Donnerberg aus Hankensbüttel äußert sich zum Artikel „Eine sehr sichere Region“ vom 19. März:

Mir kommt erst einmal der Gedanke, dass die Fallzahlen der Polizei „geschönt sind. Denn mir persönlich sind zwei Fälle bekannt, bei denen es, meiner Meinung nach, nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

Im letztem Jahr zum Beispiel wurde ein junger Mann auf seiner Terrasse überfallen und mit einem abgebrochenem Schaufelstiel geschlagen. Der Geschädigte, der erhebliche Verletzungen erlitt, konnte den Angreifer überwältigen und solange ruhigstellen, bis die gerufene Polizei eintraf. Das Opfer erstattete Anzeige die nie, meines Wissens nach, beim Staatsanwalt ankam.

Im Herbst letzten Jahres, wurde eine Frau von zwei Personen angegangen, um sich zu verteidigen, benutzte die Frau Hundeabwehrspray, bekam bei dieser Aktion selbst Spray in die Augen und war somit auch verletzt. Die Spraydose wurde ihr aus der Hand geschlagen. Ein herbei gerufener, einschlägig wegen Körperverletzung Vorbestrafter, der noch ein gutes Stück größer war als das Opfer, schlug aus heiterem Himmel der Frau ins Gesicht. Diese erstattete Anzeige. Nach der Vernehmung des Schlägers bekam die Frau einen Brief von der Staatsanwaltschaft, mit dem Wortlaut: „ Der Herr konnte glaubhaft machen, dass er sich von der Frau bedroht fühlte, und deshalb seine Reaktion, gerechtfertigt sei“. Eine Frau, die durch das Spray sehbehindert war und noch deutlich kleiner als der Schläger ist, soll diesen bedroht haben? Wieder zwei Fälle im Nordkreis die „keine sind“. Ein sehr irritierter Ralf Donnerberg?

Willi Müller

Dähre

Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare