IK-Leserbrief

„Setzen wir mit E-Autos aufs falsche Pferd?“

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Für Karl-Heinz Gauert sind noch viele Fragen bezüglich des E-Autos offen. 

Zum Thema E-Autos und dem Klimawandel erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Auch ich finde den Klimawandel bedrohlich und bin gegenüber jeglichen Veränderungen im Verhalten aufgeschlossen. Aber der Tanz um das goldene E-Auto scheint mir doch zu einer neuen Religion geworden zu sein. Es gibt noch einige Dinge, die ich gern geklärt sehen möchte:

1. Haben wir nach erfolgreichem Ausstieg aus Kohle und Atomstrom noch genug Elektroenergie, um mehrere Millionen E-Autos gleichzeitig zu laden?

2. Woher kommen all die Rohstoffe, die durch Kinderarbeit mit bloßen Händen gefördert werden, für die Herstellung von Akkus? Wie lange werden diese reichen?

3. Wird dort, wo sie abgebaut werden, nicht ebenso zerstört wie beim Kohleabbau?

4. Wie soll der Aufbau von Ladesäulen in dicht besiedelten Wohngebieten mit mehrstöckigen Häusern erfolgen?

5. Wie lang ist die Lebensdauer eines Akkus und was kostet er im Austausch?

6. Was passiert wenn ein E-Auto brennt?

7. Kann sich ein normaler Arbeitnehmer überhaupt ein E-Auto leisten?

Es wird oft gesagt, wenn man in der Politik etwas verändern will, muss man den Wähler mitnehmen. Bei diesen vielen ungeklärten Fragen fühle ich mich keines Falles mitgenommen, sondern habe eher das Gefühl, dass auf das falsche Pferd gesetzt wird. Wasserstoff gilt heute tatsächlich als einer der Energieträger der Zukunft, und das wusste schon Jules Verne Ende des 19. Jahrhunderts.

„Die Zukunft ist offen. Sie hängt von uns ab, von uns allen.“ (Willi Brand)

Karl-Heinz Gauert, Zasenbeck

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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