Hanna Schulze, Wittingen, zur Diskussion um die Weißdornhecke am Umweg

„Schlichtweg unfassbar“

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Streitobjekt: die Weißdornhecke am Wittinger Umweg.

Hanna Schulze, Wittingen, beteiligt sich an der Diskussion über die Weißdornhecke:

„Et is nu an de föfzig Johr her, dat ick an eenen schönen Fröhjohrsdag mit de ole gele Postkutsch in de lütje Stadt Wittingen anköm un den olen scheiwen roden Turm, de veer Windmöhlen un de velen, velen Wittdurnhecken üm de Börgergorens tom ersten mal to seihn kreg.“

Wittingen 1878 – so wahrgenommen von dem 27-jährigen Doktor Max Langerhans bei der Ankunft an seiner künftigen Wirkungsstätte, im Alter festgehalten von ihm in dem Erinnerungsbüchlein „Ut de Lüneborger Hai“. Diese für das Städtchen typischen Weißdornhecken mögen traditionsbewusste, heimattreue Bürgervertreter vor Augen gehabt haben, als sie sich in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Frage um die Einfriedung des neuen Schulgeländes für lebendes Grün entschieden.

Generation um Generation haben Menschen daran das Kommen und Gehen der Jahreszeiten mit all ihren Besonderheiten ablesen können. Weißdornblüten behaupten bis heute ihren Platz in der Heilkunde.

Dass diesem Naturdenkmal jetzt mit einer an den Haaren herbeigezogenen Begründung der Garaus gemacht werden soll, ist schlichtweg unfassbar. Ungebremste Kahlschlagmentalität vor der Haustür und rund um unseren Planeten. Warnende Stimmen verhallen ungehört. Hanna Schulze

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