Jochen Bellin, Wittingen, zum Ausgang der Stadtratswahl

„Quittung vom Wähler“

Jochen Bellin, Wittingen, mit seiner Sicht auf das Wittinger Wahlergebnis:

Unglaublich. Haben die Parteien überhaupt mitbekommen, dass eine Wahl stattgefunden hat? Warum findet keine Wahlanalyse statt? Schämen sich die Parteien? In der Brauereistadt Wittingen sind zirka 53 Prozent erst gar nicht zur Wahl gegangen. Aus Protest wegen fehlenden qualifizierten Kandidaten? Nun sitzt ein kleines Häuflein von vier Ratsherren (keine Frau) aus der Brauereistadt mit 24 aus dem Umland einsam und verlassen im großen Ratssaal.

Was ist nur aus der stolzen Brauerei-Städter SPD-Hochburg geworden? Es fand mal eine Wahl statt, bei der anschließend 5 (!!!!) gestandene SPD-Freunde (Frohloff, Entorf, Stresing, Korte, Schoß) mit zirka 3000 gemeinsamen Wählerstimmen ins Rathaus einmarschierten. Heute „humpeln“ zwei Genossen aus Wittingen mit noch nicht mal gemeinsamen 600 Stimmen ins Rathaus. Welch ein Absturz.

Am Stammtisch macht man sich schon lustig darüber. Verantwortlich wird die 20-jährige Kommunalpolitik der ehemaligen Stadt- und Ortsbürgermeister Schindler (SPD) und Trautmann (SPD) gemacht. Die Quittung wurde jetzt vom Wähler präsentiert.

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