Leserbrief

„Das Otter-Zentrum tut Hankensbüttel gut“

Thomas Lucker aus Emmen setzt sich mit Blick auf dessen geplante Erweiterung mit der Bedeutung des Hankensbütteler Otter-Zentrums auseinander:

Die besondere Qualität der Umweltbildungsarbeit des Otter-Zentrums ist durch die Anerkennung als Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ) vom Niedersächsischen Kultusministerium bescheinigt worden. Es ist das einzige RUZ im Landkreis Gifhorn. Die nächsten befinden sich in Lüneburg, Wolfsburg und Braunschweig. Für viele Schulen in der Region stellt dieser außerschulische Lernort, der relativ schnell erreichbar ist, ein wichtiges Element der pädagogischen Arbeit dar. Es gibt sogar Kommunen und Landkreise, die unterstützen ihre Regionalen Umweltbildungszentren finanziell. Warum wird jetzt von einigen Politikern in Hankensbüttel versucht, die Möglichkeiten der berechtigten Zukunftssicherung dieses wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehenden Umweltzentrums in Frage zu stellen? Aber nicht allein der besondere Wert der Umweltbildung und der Erhalt der rund 45 Arbeitsplätze sind wichtige Argumente für die West-Erweiterung, sondern auch die vielen Millionen Euro an zweckgebundenen Fördergeldern, die durch die Arbeit der Aktion Fischotterschutz in die Region geholt wurden. Man denke nur an die großen Renaturierungsvorhaben an der Ise, der Aller und Ohre sowie an die Brücke über den Isenhagener See, Leader Plus und den Bau von neuen Gehegen im Otter-Zentrum. Davon profitiert haben viele Flächeneigentümer, Landwirte, Handwerksbetriebe, Techniker, Baufirmen und Garten- und Landschaftsgestalter. Dieses alles aufs Spiel zu setzen für ein 170 Meter langes Straßenstück, das keine verkehrliche Bedeutung hat, halte ich für wenig zukunftsfähig. Die gewählten Politiker müssen sachlich begründet zum Wohle der gesamten Gemeinde Hankensbüttel und ihrer gedeihlichen Zukunftsentwicklung entscheiden. Nicht nur zum Wohle einzelner Kritiker und Verhinderer, die sich, leider oft in populistischer Art und Weise, zu Wort melden.

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