IK-Leserbrief – Jochen Bellin fordert mehr Öffentlichkeitsarbeit der Wittinger Politik

„Noch nie so schlecht informiert“

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Rathaus Wittingen.

Jochen Bellin, Wittingen, mit seiner Sicht der aktuellen Kommunalpolitik:

Wenn der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Matthias Rönneberg mit „Entsetzen“ den Zustand seiner CDU auf Stadtebene zur Kenntnis nimmt, dann stimmt etwas nicht bei der CDU im christlichen Umgang miteinander. Zumal Herr Christian Hinze-Riechers CDU-Ortsverbandsvorsitzender der Brauereistadt war und ein enger parteipolitischer Kontakt vorhanden sein musste.

Die Öffentlichkeitsarbeit des Kakerbeckers Herr Hinze-Riechers ist völlig undiskutabel. Sich beschweren über die mangelnde Aufklärung der „Bürgermeister-Wahlklatsche“ seiner CDU vor einem Vierteljahr ist völlig daneben.

Jedenfalls ist die Öffentlichkeitsarbeit der im Wittinger Rathaus vertretenen Parteien insgesamt grottenschlecht. Noch nie wurden die Bürger/innen so schlecht – zum Teil überhaupt nicht – über die Abläufe und Tätigkeiten ihrer gewählten Bürgervertreter/innen öffentlich informiert.

Kein verantwortlicher Ratsherr ist Willens und in der Lage, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Hoffentlich in Zukunft auch nicht der neue parteilose Bürgermeister Andreas Ritter. Es wird Zeit, dass er sich einer öffentlichen Diskussion stellt und den Bürger/innen „reinen Wein“ einschenkt.

Die Frage ist in einer Veranstaltung öffentlich zu beantworten: Wer wählt eigentlich die alles entscheidende Person der Verwaltungsspitze, den 1. Stadtrat als seinen Vertreter? Jeder, der etwas über Personalpolitik in Betrieben und Verwaltungen kennt, dem sind auch die Begriffe Maulwürfe und Intriganten keine unbekannten Wesen. Deshalb ist die Stimme des Bürgermeisters zur Wahl seines Vertreters dem 1. Stadtrat von entscheidender Bedeutung. Der Begriff von vertrauensvoller Zusammenarbeit zum Wohle der Bürger/innen dieser Stadt sollte allen Personen im Rat und Verwaltung hier in Wittingen bekannt sein.

Vielleicht wäre die unglaubliche Lust- und Interessenlosigkeit an Kommunalwahlen dann in Zukunft Geschichte. Es gab mal eine Wahl 1981, da sind über 70 Prozent zur Wahl gegangen. Und heute unter 50 Prozent. Eine beschämende Wahlbeteiligung.

Jochen Bellin

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