IK-Leserbrief

Nitrat im Brunnenwasser

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(Symbolbild)

Hans-Hermann Bock aus Dedelstorf bezieht Stellung zum Thema „Nitrat im Brunnenwasser“:

Grundsätzlich ist in jedem Boden je nach Geologie, Zustand und Nutzung Nitrat vorhanden. Die Herkunft stammt aus mineralischer oder organischer (Kompost, Mist, Gülle, Gärreste, organisches Material) Düngung. Im Boden wird dieses Material zersetzt, auch zu Nitrat. Dieses braucht jede Pflanze zum Wachsen. Unter fruchtbaren Boden, Garten oder Acker findet der Nitratkreislauf statt. Bei zu viel Nitrat oder Herbst und Winter kann es ausgewaschen werden.

In der oberen Wasserschicht können durchaus bis zu 200 Milligramm Nitrat gemessen werden. In tieferen Schichten wird Nitrat von Bakterien unter anaeroben Bedingungen denitrifiziert. Das heißt, die Bakterien brauchen den Sauerstoff vom NO3. Übrig bleibt elementares N, Luftstickstoff. Laut Trinkwasserbericht vom Umweltbundesamt vom Februar 2018 gibt es mit Nitrat keine Probleme. Kein Trinkwasser in Deutschland muss von Nitrat gereinigt werden. Laut Statistik gibt es in Deutschland 0,7 Großvieheinheiten (GV) pro Hektar. Viele Landwirte wirtschaften ohne Vieh. Biolandwirte haben zur Zeit nur 0,56 GV. Um einen Nährstoffkreislauf im Betrieb zu gewährleisten, müssten 1,4 GV gehalten werden. Im Moment wirtschaften viele Biobetriebe nicht nachhaltig. Im Boden ist Humus, organische Masse als Wasser und Nährstoffspeicher. Bei zu wenig Düngung wird Humus abgebaut. Im Boden sind bis zu 6000 Kilogramm Stickstoff gespeichert. Des Weiteren bei 25 Zentimetern Bodenkrume 125 Tonnen CO2. Beim Humusabbau wird Stickstoff freigesetzt und auch CO2. Nitratkreislauf und alle Zahlen kann Mann und Frau googeln.

Hans-Hermann Bock, Dedelstorf

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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