„Namen nennen“

Jochen Bellin, Wittingen, findet den Standort des neuen Jugendzentrums nicht gut:

Nach wie vor bin ich es leid, dass Politik nur für sich selbst da ist, zum Machterhalt der Partei und zur Sicherung des eigenen Vorteils. In der Kommunalpolitik sollte unser Bemühen denen gelten, die sich aus eigener Kraft nicht helfen können. Unsere Solidarität muss denen gegenüber geübt werden, die es schwerer haben als andere im Leben, zum Beispiel Kinder, Alte, Kranke, Arme, Behinderte und so weiter. Diese christliche Einstellung vermisse ich zur Zeit im Wittinger Rathaus – nicht bei der Exekutive, sprich Verwaltung.

Wer wird für die „Schnapsidee“, ein Jugendzentrum an einer stark befahrenen Bundesstraße im Zentrum von Wittingen, verantwortlich gemacht? Weder können die Fenster im Sommer geöffnet noch auf dem Rasen gespielt werden. Lärm, Abgasen und Feinstaub werden diese Kinder täglich ausgesetzt. Hat keiner der Herren ein Verantwortungsgefühl gegenüber den Schwächsten unserer Gesellschaft – nämlich unseren Kindern?

Weder Ortsrat, Fachausschuss noch Rat haben sich angeblich mit dem Jugendzentrum beschäftigt. Bürgermeister Karl Ridder werde ich auffordern, öffentlich die Namen zu nennen, die diese ungeheuerliche, gesundheitliche Gefährdung unserer Kinder zu verantworten haben. Angeblich der Verwaltungsausschuss. Da die Sitzungen nicht öffentlich sind, erfährt der Bürger auch nicht, wer die Entscheidung getroffen hat. Sollte ich die Namen der verantwortlichen Herren (ist eine reine Männerrunde) nicht bekommen, werde ich jeden Beigeordneten (so nennen sich die Ratsherren im Verwaltungsausschuss) öffentlich, namentlich bekannt geben.

Jochen Bellin

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