IK-Leserbrief

Müllentsorgung in der Natur

Philine De Bock aus Brome ärgert sich über die wilde Müllentsorgung in der Natur:

Liebe Kaffee-Trinker/innen, liebe Raucher/innen, liebe Spirituosen-Liebhaber/innen, liebe Fastfood- und Süßigkeiten-Konsumenten, jede Woche gehe ich auf der Strecke zwischen Zicherie und Kaiserwinkel joggen und jedes Mal wundere ich mich über die Vielzahl von Unrat, den ich am Straßenrand vorfinde. Abgesehen davon, dass ich mir ernsthaft Sorgen über den Alkoholkonsum am Steuer in unserer Nachbarschaft mache, frage ich mich, was einen Menschen dazu bringt seinen Müll einfach aus dem Fenster zu schmeißen?

Wenn dies ein bis zwei Mal passiert, dann kann man noch an ein „Versehen“ denken, aber bei den Mengen an Müll, die ich letzte Woche auf einer Strecke von nur drei Kilometern gesammelt habe, kann ich nicht mehr an ein Versehen glauben: 21 Flachmänner, 6 Prosecco-Dosen, 8 weitere Spirituosen-Flaschen, 12 Zigarettenschachteln, 8 Coffee-to-Go-Becher sowie eine Vielfalt an Fastfood- und Süßigkeiten-Verpackungen. Es ist erschreckend wie viele Menschen ihre Abfälle gedankenlos in die Natur werfen. Das muss doch nicht sein!

Die Medien sind voll von Nachrichten über die Plastikflut und deren Auswirkungen auf die Umwelt und unsere Gesundheit. Forscher haben herausgefunden, dass der Anteil an Mikroplastik in unseren Böden noch 20 Mal höher ist, als im Meer. Über die Felder und Äcker, auf denen unsere Nutztiere sich ernähren, gelangt dieses Mikroplastik in unsere Nahrungskette! Das wird uns und unsere Kinder auf Dauer krank machen. Diesen Wahnsinn müssen wir stoppen! Mit ein bisschen Einsatz kann die Menge an Müll erheblich reduziert werden. Und wenn Sie schon Müll produzieren, dann bitte entsprechend entsorgen und nicht einfach in die Natur werfen.

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ihrem Müll. Und vielen Dank an alle, die sich auch zu dem Thema Gedanken machen und sich für eine saubere Umwelt einsetzen.

Philine De Bock, Brome

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Leserbriefe geben die Meinung des unterzeichnenden Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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