Leserbrief: Anette Marandos-Wrede aus Knesebeck wünscht sich eine längere Öffnung des Strandbads

„Mit Saisonende flexibler umgehen“

Anette Marandos-Wrede, Knesebeck, schreibt zur Kritik an der Schließung des Knesebecker Strandbades:

Nach einem Sommer mit sehr heftigen Wetterwechseln haben wir nun einen schönen Spätsommer. Das Wetter richtet sich nicht nach dem Kalender. Und bei diesen Temperaturen möchte jeder gern ins Wasser springen, besonders unsere Kinder. Aber die Stadt Wittingen veranlasste pünktlich zum Saisonende am 5. September die Stilllegung des Kinderbeckens und Schließung des Knesebecker Strandbades. Es wurde „winterfest“ gemacht.

Wie schade für die vielen jungen Familien. Das Strandbad Knesebeck ist Naherholung pur – ein wahrer Schatz für die Region. Man trifft sich, schwimmt, tobt, planscht, spielt im Sand, sonnt sich und erfrischt sich mit einem kühlen Getränk oder einem Eis. Ein Platz der Kommunikation und Freude. Auch viele Wittinger kommen extra nach Knesebeck, um hier im natürlichen Gewässer zu schwimmen und beim Sonnenuntergang zu entspannen.

In der Samtgemeinde wird sehr viel Geld ausgegeben für Stadtplanungen und Konzepte. Allein Herr Weiss hat für das QiN-Konzept hohe Summen bekommen. Dieses aufwändige Projekt sollte Leerstände bekämpfen. Die Bevölkerung hat jedoch recht wenig von den Ergebnissen gesehen. Sein Plan war ja auch die Ü-55-Stadt. Gut, da braucht man das Strandbad nicht. Es ist nicht Rollator-gerecht.

So werden die Steuergelder, die wir Bürger zahlen, immer wieder an Planungsbüros ausgegeben. Und umgesetzt wird dann nur ein geringer Teil. Letztendlich fehlt das Geld, um vorhandenes Potenzial zu nutzen. Das Strandbad hat viel Potenzial, und das bei geringen Unterhaltungskosten. Die Stadt sollte hier deutlich mehr Interesse zeigen, zumal sie Verpächter der Anlage ist. Die Strandperle ist eine reizende Gastronomie mit Blick auf den See. Im ganzen Stadtgebiet gibt es kein vergleichbares Lokal. Diese Gaststätte ist stark abhängig von Badegästen. Hier steht die Stadt als Verpächter in der moralischen Pflicht, gute Bedingungen zu schaffen.

Warum also nicht die mutigen Menschen unterstützen, die das wirtschaftliche Risiko eingehen, dieses Lokal zu pachten?! Oder bevorzugt man das Risiko eines weiteren Leerstandes? Mit etwas gutem Willen könnte die Stadt im kommenden Jahr sowohl mit der Eröffnung, als auch mit dem Saisonende flexibler umgehen, selbst wenn es zu Überschneidungen mit den Öffnungszeiten des Hallenbades kommt. Oft haben wir schon im April Badewetter. Warum also warten bis zum Mai? Die Wettervorhersagen sind dank der modernen Technik sehr aussagekräftig. Da könnte man Vor- und Nachsaison flexibler organisieren.

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