Leserbrief: „Was passiert mit den schlampigen Doktorvätern?“

Zu den Plagiatsvorwürfen gegen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD):

Schon wieder schmückt sich eine Politikerin, Ministerin Franziska Giffey, offensichtlich mit fremden Federn und führt vermutlich widerrechtlich einen Dr.-Titel. Auffällig ist, dass es oft Politiker/innen sind. Und da fragt man sich, was das für Doktorväter sind, die offensichtlich immer wieder offensichtliche Plagiate übersehen.

Vielleicht sind sie einfach nur zu faul, um sich eingehend mit Dissertationen zu beschäftigen. So war es wohl auch beim damaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg und bei Annette Schavan, seinerzeit Bildungsministerin. Bevor sie selbst erwischt wurde, hatte sie sich für von Guttenberg „fremd geschämt“. Dem Ex-Verteidigungsminister hatte sein Doktorvater, Prof. Häberle, seinerzeit bestätigt, dass er einer seiner exzellentesten Doktoranden war und bewertete die Plagiatsarbeit mit „Summa cum Laude“. Im Nachhinein erklärte er später, dass die Arbeit unvorstellbare Mängel enthielt. Hatte er die Dissertation überhaupt geprüft?

Ich hatte seinerzeit Anzeige gegen zu Guttenberg und seinen Doktorvater Häberle erstattet. Mit schwammigen Ausführungen hatte die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt.

Mittlerweile hat der Freiherr ja wieder einen Doktor-Titel. Die Arbeit müsste mal von einer deutschen Uni geprüft werden.

Nun fordert die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, dass Franziska Giffey zurücktreten müsse, sollte sich der Verdacht erhärten. Was passiert eigentlich mit den schlampigen Doktorvätern? Otto Kropp, Hankensbüttel. Leserbriefe geben die Meinung des Verfassers wieder, die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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