Konfrontation und  Wahrheit

Jochen Bellin, Wittingen, zu „Bäume für Wittingen“:.

Vor zwölf Jahren starteten der Wittinger HGV sowie der Ortsrat eine Spendenaktion „Bäume für Wittingen – Bürger verschönern ihre Stadt“. Die Verwaltung richtete freundlicherweise ein Spendenkonto ein und stellte die Quittungen aus. Am 20. September 2000 stand im „Wittinger Stadtboten” – verantwortlich laut Impressum für den amtlichen Teil war damals der Stadtdirektor Johannes Plumeyer –, dass sich zirka 20 000 DM auf dem Spendenkonto befinden.

Heute steht ein kümmerliches, mickriges und allein stehendes Lindenbäumchen in der Knesebecker Straße. Es erinnert die Spender an das angeblich versprochene Konzept, das vom Ortsbürgermeister Trautmann (SPD) dem Ortsrat im September 2000 vorgestellt werden sollte. Wer hat vor 12 Jahren – namentlich laut Protokoll – diesem Konzept zugestimmt?

Seit zirka drei Jahren versuche ich vergeblich eine Offenlegung der Spendenaktion. Antworten auf meine Fragen bekomme ich von den gewählten Ortsratsmitgliedern nicht.

So sieht die vielversprochene Bürgernähe der örtlichen SPD aus.

Wann gibt es endlich mal wieder eine ernst zu nehmende Opposition im Wittinger Stadtrat? Die bestehende „Harmonie-Soße“ der Parteien im Stadtrat schmeckt kaum noch vielen Bürgern. Wie gesagt, Konfrontation entsteht, wenn die Wahrheit ausgesprochen wird. Wer gegen die Konfrontation ist, ist auch gegen die Wahrheit! Die Kaffee-Kränzchen-Politik muss endlich ein Ende haben. Jochen Bellin

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