Leserbrief

„Keine anderen Sorgen?“

Jochen Bellin, Wittingen, über regionale Planungen und Tourismus:

Es fehlen einem die Worte. Da beteiligt man sich an Stadtstudien und Workshops, die reichlich Steuergelder verschlungen haben. Am 27. Oktober 2006 (!!!) stand im IK: „Nun beginnt das Nachdenken.“ Frau Wieja von der Nord/LB wurde zitiert: „Wittingen braucht einen Innenstadtmanager.“ Dabei komme auch interkommunale Zusammenarbeit, etwa mit Hankensbüttel in Betracht. Nur wollte man von einer Kooperation in beiden Kommunen eher nichts wissen.

Wir Bürger/innen hatten das Gefühl, endlich mal neue Pfade gehen zu dürfen. Und was hat es gebracht – außer Opferung von Freizeit? Nichts!

Vor 40 Jahren hatten die Hankensbüttler die glorreiche Idee, aus dem Hafenbau- Zweckverband (Elbe-Seitenkanal) auszusteigen. Ließen sich ihre Anteile von Wittingen auszahlen und bekamen vom damaligen Niedersächsischen Wirtschaftsminister Küpker (FDP) 500 000 DM und bauten sich ein Haus des Gastes, um verstärkt im Fremdenverkehr tätig zu werden. Nach einem Jahr sprach man vom „Haus des einsamen Gastes”.

Geträumt haben sie im Isenhagener Land von einer florierenden Fremdenverkehrsgesellschaft „Heidmark Hankensbüttel“ sowie dem zu erwartenden Anschub durch die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover. Die Spitze der Geldvernichtung ist die Idee, in Wittingen eine Touristen-Info für 40 000 Euro (jährlich) zu installieren. Haben wir keine anderen Sorgen?

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