„Heulen eine Bereicherung“

Mit dem Thema „Wölfe“ befasst sich Winfried Harms aus Oerrel:.

Wie in den letzten Monaten in der Presse zu lesen war, haben sich in jüngster Zeit mehr und mehr Wölfe – aus Osteuropa kommend – in unserem Land angesiedelt. Es gibt schon ganze Wolfsrudel in Deutschland. Auch hier in der Lüneburger Heide hat man eine Wolfsfamilie mit einigen Wolfskindern geortet. Zum Glück dürfen die Wölfe nicht gejagt werden, denn sie tun uns Menschen ja nichts. So jedenfalls habe ich es einst gelernt. Vor etwa 140 Jahren dachte man noch ganz anders.

Wie in einem „Isenhagener Kreiskalender“ aus den 1920er Jahren zu lesen war, wurde der letzte Wolf in der Lüneburger Heide kurz vor Weihnachten 1871 geschossen. Ein Bauer aus Erpensen mit Namen Jan Hinnerk Schult war der glückliche Jäger, der den Wolf mit Ungeduld verfolgte und ihm schließlich „upt Ledder prallte, daß er doot wär“. Jan Hinnerk wurde wegen dieser Jagdbeute sehr gefeiert und erhielt mit viel Lob von der Regierung sogar zum Dank eine „Duwwelflinte“.

Wie gesagt, heute sehen wir das anders, und sollten wir mal das Heulen im Wald hören, wäre das eine besondere Bereicherung. Ach, und unsere Rotkäppchen lassen wir ja auch nicht allein durch die Wälder streifen. Winfried Harms

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