Hugo Holger Busse bezieht Stellung zum Einzug der Optikerschule in den Klosterspeicher

„Gremien müssen besser arbeiten“

Zu den Artikeln über den Isenhagener Klosterspeicher (unter anderem am 8. September) äußert sich Hugo Holger Busse aus Hankensbüttel/Berlin.

„Die Berichte, dass ein Auszug des Museums unter der Voraussetzung, dass ein passendes Konzept dahinter stünde, wieder revidiert werden könne, lesen sich wie Hohn. Aufgrund von Hochbegabung und Homosexualität schneidet man mich und hält mich von der Region fern – doch dass die Engagierten nicht mal so viel Rückhalt in Politik und Bürgerschaft bekommen, dass meine konstruktiven Horizonte, die das IK mir als Städtebauer und Bürger von Zeit zu Zeit ermöglicht, als Veto oder Nebenoption angenommen werden vom Kreis, ist eine unerhörte Bürokratisierung. Rechtsruck, Sexismus und Gruppenzwänge sind einer Natur, daher wundert es mich nicht. Ärgerlich ist nur, dass Hankensbüttel Leerstände in einer Vielzahl gut gelegener Erdgeschosse, alter Läden oder sogar Wohnungen hat, die für dieselbe Summe zu einem Ort für eine Optikerschule transformiert werden können. Ein installiertes Museum kann man 15 Jahre einfach abschließen. Zu und aus, ‘verwahrt’.

Als Architekt und Designer ist Kulturerbe für mich immer auch ein Thema, auch wenn ich mir einen futuristischen Entwurf wie in derselben Ausgabe berichtet für Vilnius vorstellen kann, die Gremien müssen besser arbeiten. Das Gespräch funktioniert nicht. Und wenn in Landkreis, Samtgemeinde, Gemeinde und Bürgerschaft, unter Rentnern, Bankern, Schülern oder Besuchern der Sitzungen sich eine Unkenntnis zu den Themen zeigt, treten Sie bitte einfach auf progressive Fachleute zu – auch um im Landkreis ein Veto setzen zu können.

Das Ergebnis, egal was genau der Grund dafür ist, das jetzt realisiert wird, ist ein logistischer Megaaufwand und ich meine, mehr als ein Zeichen achtsam zu sein. An ein neues Museum kann man auch praktischer kommen.“

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