„Ein Schachzug“

Uwe Weber aus Emmen zur Hankensbütteler Windpark-Diskussion:

Interessiert begab ich mich am 30. März zur Bürgerinformationsstunde zum Windpark Harsahl. Es sollte schnell gehen, schließlich wollten ja die Ortsbürgermeister, allesamt CDU, noch ihre Statements abgeben. Es roch gewaltig nach wenig Transparenz, auch wenn diese immer wieder beteuert wurde. Transparenz sieht anders aus, sei den hier teilnehmenden Ortsbürgermeistern zugerufen. Nicht auf den Punkt kommende Statements wurden gehalten. Mehr schlecht als recht. Demokratisch denkende und freie Bürger (Wähler) werden in der heutigen Zeit so nicht mitgenommen.

Entstehen wird ein Windpark, der seltsamerweise ohne Mindestabstand von fünf Kilometern zum bestehenden geplant wird. Geschickt wird durch die Politik die Mindestregelung von Windpark zu Windpark (fünf Kilometer) weggelassen. Man verbindet einfach die Windparks auf der westlichen Seite zu einer großen Windparkfläche bis kurz vor Hankensbüttel. Ein Schachzug gegen die Bürgerinteressen. Interessen der Bürger also schon hier auf Null gesetzt. Bitte schweigt doch einfach.

Wir machen das so. Die Wahl im September könnte andere Mehrheiten schaffen. Auf den Einwand des „Zuspargelns“ des Luftkurortes (teuer bezahlter Titel) hat zumindest die Ortsbürgermeisterin keine Gegenrede ergriffen. Sie ist aber Bürgermeisterin des größten Ortes der Samtgemeinde Hankensbüttel. Kann sie nicht oder will sie sich nicht äußern, ist hier die Frage. Aussitzen gilt nicht, denn in Emmen spricht man schon ganz offen über den nächsten Windpark.

Hinter/auf dem Schäferberg. Oder sollte sie nicht informiert sein, wie ein Parteikollege aus Emmen mit einem „Freund“ hier bereits politische Fäden zieht? Wird dieser Windpark zwischen Alt-Isenhagen und Hankensbüttel (Emmen) durchgesetzt, ist Hankensbüttel von West nach Ost im Bogen zugespargelt. In zehn Jahren wahrscheinlich über den Bereich Hässelmühler Weg/Prachelberg der Ring geschlossen. Man braucht nur die Interessenlage der Landwirte aufdecken und Höhenlinien im Landkreis vergleichen.

Mein Fazit: 1. In Hankensbüttel vertritt die CDU nicht mehr die Interessen der Otto-Normal-Verbraucher und Häuslebauer. 2. Analytische Denkansätze waren bei den Statements der CDU-Bürgermeister für mich nicht einmal im Ansatz erkennbar. Eher hoch geprägtes Lobbydenken und das Setzen auf „Das Schweigen der Bürger“ (Wähler) und auf Eintreten des „Gewohnheitseffekts“. 3. Den CDU-Ratsherren sei gesagt: Im Zeitalter des Internets gelangt ein mündiger Bürger auch an qualifizierte und überörtliche Informationen.

Ratsmitglieder sollten auch einmal nach Negativpunkten der erneuerbaren Energien suchen. Denn es gibt auch negative Erfahrungen von mündigen, aufgeklärten Bürgern in Deutschland. Schönreden gilt nicht mehr, auch nicht in Hankensbüttel. Ähnlich ging einmal die Atomlobby vor.

Uwe Weber

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