Um Deutschland verdient gemacht

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Der Staatsakt für Richard von Weizsäcker bewegt IK-Leser Wolfgang Banse zu einem Leserbrief. Foto: dpa

Zum Staatsakt für den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker schreibt Wolfgang Banse aus Wittingen:.

Ein großer protestantischer Christ lebt nicht mehr. Ganz gleich, welche Position in der Wirtschaft, im politischen wie auch im kirchlichen Bereich er verkörperte, er füllte diese grandios aus. Rischi, wie ihn liebevoll die Berliner nannten, war geradlinig.

Weltweit wurde seine Rede, die er am 8. Mai 1985 hielt, gewürdigt, fand Zustimmung. Die Macht des Bundespräsidenten ist das Wort. Er besaß die Gabe des Wortes, der Rede, des Redens. Durch seine vielfältigen Aufgaben als protestantischer Christ in der evangelischen Kirche in Deutschland gab er ihr ein Gesicht, was Menschenfreundlichkeit, Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit anbelangt.

Gerne erinnere ich mich an sein Mitwirken in der Dahlemer Kirchengemeinde, was die Bach&Bibel-Veranstaltungen in den Sommermonaten anbelangt. Er trug die vorgegebenen Texte sprachlich gekonnt vor. Ebenfalls erinnere ich mich gern an die Dorf-Kirchensommer, wo der Altbundespräsident im Brandenburger Land Lesungen hielt. Alle Veranstaltungen in Dahlem wie auch im Brandenburger Land waren eine Art Anziehungsmagnet.

Richard von Weizsäcker hat sich um Deutschland verdient gemacht. Hierfür sei ihm gedankt. Mit seinem Tod ist die politische und die protestantische Landschaft in Deutschland um ein Vielfaches ärmer geworden.

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