„Brauchen die Umgehung“

Zum Artikel „Petition sorgt für Emotionen im Netz“ schreibt Wilfried Wiebe aus Brome:.

Im Interesse der mehrheitlich leidenden Anwohner der B 248 im Ortskern von Brome sowie der Anwohner entlang der Umgehungsstrecken in Sachsen-Anhalt sollten sich auch die von Herrn Paasche vertretenen Sympathisanten für eine zügige Umsetzung der Ortsumgehung (OU) Brome einsetzen und nicht in Ermangelung von Sachargumenten ständig die ausgewiesene Ortsumgehung boykottieren.

Alle, die sich die Erledigung eines weiteren Meilensteins im nun über 20 Jahre dauernden Planungsverfahren erhofft hatten, werden durch die Petition von Paasche bitter enttäuscht. Es ist wichtig, in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass es sich hier um Einzelinteressen handelt, die auch nicht davor zurückschrecken, die OU zu verhindern. Ihre Taktik ist durchschaubar, sie wollen lieber gar keine OU, sollte diese Trasse realisiert werden.

Zutiefst wird bedauert, dass die von der BI „Ortsumgehung Brome jetzt“ bevorzugte weite Südumgehung nicht als OU näher betrachtet wurde, weil die Nachmeldung des Bromer Busches als FFH-Gebiet von den Südgegnern unterstützt/forciert wurde. Wir brauchen eine Ortsumgehung Brome. Herr Paasche und seine Mitstreiter sollten den Blick nach vorne richten und bei der anstehenden Trassen-Feinplanung sich aktiv einbringen, damit mögliche Querungshilfen und Schallschutzmaßnahmen bereits im Vorfeld berücksichtigt werden.

Politikern, die sich aus wahltaktischen Gründen gegen die ausgewiesene OU Brome stellen, muss klar sein, dass sie mit ihrer Vorgehensweise die OU Brome verhindern. Wer meint, man könne eben einfach mal die Trassenführung komplett austauschen, befindet sich im Zentrum eines Realitätsverzerrungsfelds. Bei einer anderen Trassenführung wird der Widerstand der Anwohner ähnlich sein.

Mit der kurzfristigen Realisierung der Ortsumgehung kann davon ausgegangen werden, dass eine gesteigerte Lebensqualität die Hausbesitzer im Ortskern und an den Umleitungsstrecken in Sachsen-Anhalt animieren wird, wieder in ihre Immobilie zu investieren. Ein möglicher Verfall des Ortskerns kann damit verhindert werden.

Die von den Interessengruppen um Herrn Paasche betriebene Spaltung der Bromer Bürger sollte endlich ein Ende finden, und ein gedeihliches Miteinander innerhalb der Dorfgemeinschaft sollte wieder möglich sein. Wilfried Wiebe

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