Auch eine pädagogische Aufgabe

Zum Bericht „Vizetitel dank der drei Musketiere“ (IK, 18. Februar) schreibt Wilhelm Schulze aus Vorhop:

Zunächst den C-Junioren der JSG Isenhagen einen herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Hallenvizemeisterschaft.

Allein der Bericht im IK vom Mittwoch gibt mir zu denken: „Vizetitel dank der drei Musketiere“. Ich war bisher der Meinung, Fußball wäre ein Mannschaftssport, dann hat der Rest der Truppe wohl gefehlt oder geschlafen. Den Erfolg allein an drei Spielern fest zu machen, ist wohl relativ kurzsichtig. Wenn die JSG am letzten Spieltag kein Gegentor kassierte, kann wohl ja die Hintermannschaft auch nicht so schlecht gewesen sein.

Der Jugendtrainer sollte sich bewusst sein, dass er auch pädagogische Aufgaben hat und die ihm anvertrauten Kinder zu fairen Sportlern ausbilden soll. Dazu gehört nach meiner Meinung nicht, die Mannschaft aggressiv auszurichten und Gelbe Karten in Kauf zu nehmen oder sogar zu fordern. Eine gewisse aggressive Spielweise geht klar, aber Gelbe Karten gibt es ja wohlweislich für Fouls und die sollten tunlichst unterbleiben.

Der Trainer hat nicht nur Verantwortung für die Gesundheit seiner Mannschaft, sondern auch der gegnerischen Mannschaften. Wenn er das anders sieht, hat er als Jugendtrainer meines Erachtens seinen Job verfehlt. In diesem Zusammenhang den Ausdruck ,Wie Phönix aus der Asche’ zu benutzen und die Mannschaft in der Vergangenheit in einer ,Opferrolle’ gesehen zu haben, halte ich gemeinhin für etwas zu weit hergeholt und gegenüber den Vorgängern als respektlos und abwertend.

Von den Vorkommnissen um den ,Rücktritt’ des Vorgängers möchte ich gar nicht sprechen. Da haben sich die Verantwortlichen für den Jugendbereich nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Ich hoffe nur, dass sich einige Herren doch noch auf ihre wirklichen Aufgaben besinnen. Bloßer Erfolg ist nicht alles.

Wilhelm Schulze

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