„Arbeit statt Streitereien“

Katharina Skerhutt aus Hankensbüttel über den politischen Stil in Hankensbüttel:.

Es ist etwas faul in der Gemeinde Hankensbüttel. Die Art und Weise, wie in manchen Bereichen miteinander umgegangen wird, lässt zunehmend zu wünschen übrig. Ende 2010 ging die Kirchengemeinde alles andere als souverän mit der Personalfrage Pastor Seliger um, seit einigen Wochen schicken sich die politischen Vertreter der Gemeinde an, ihren Mitbürgern ein schlechtes Beispiel für den Umgang miteinander zu geben.

Nachdem ich an den fraglichen Sitzungen nicht teilgenommen habe, kann ich nicht beurteilen, was tatsächlich auf dem Weg zur Besetzung der verschiedenen Ämter passiert ist. Allerdings kann ich mich – vorsichtig ausgedrückt – nur wundern, wie die anscheinend bei diesen Sitzungen eskalierte Situation von der CDU gehandhabt wird. In einer halbseitigen Anzeige im Mitteilungsblatt der Samtgemeinde Hankensbüttel mit der Überschrift „Gute Zusammenarbeit?“ wird das Geschehen aus Sicht der CDU dargestellt, die eigene bisherige Arbeit gelobt und den anderen Parteien schlechter Stil vorgeworfen.

Allerdings kann ich nur vermuten, dass die Anzeige von der CDU formuliert wurde, weil sie anonym geschaltet wurde. Als Leser weiß man somit nicht, ob der Inhalt von der gesamten CDU-Fraktion, von deren Vorstand oder lediglich von einzelnen Mitgliedern verfasst bzw. abgesegnet wurde. Und hier beginnt aus meiner Sicht der schlechte Stil im Umgang miteinander, denn ich kann nicht den moralischen Zeigefinger heben, mein eigenes Verhalten als vorbildlich darstellen und der Gegenseite vorwerfen, sich nicht korrekt zu verhalten, ohne diese Darstellungen und Anschuldigungen persönlich zu unterzeichnen.

Ganz zu schweigen davon, dass die Auseinandersetzung über den Umgang der Fraktionen miteinander meines Erachtens nicht in die Öffentlichkeit gehört sondern in die Ratssitzungen. Probleme mit- und untereinander sollten dort geklärt werden, wo sie entstanden sind.

Wenn das Thema unbedingt an die Öffentlichkeit getragen werden soll, wäre es sicherlich sinnvoller, wenn sich Vertreter aller beteiligten Parteien einem offenen Streitgespräch bei einer lokalen Tageszeitung stellen. So kämen alle Seiten öffentlich zu Wort, und der anwesende Reporter könnte als Moderator dazu beitragen, dass die Situation nicht erneut eskaliert.

Wichtig wäre aber vor allem, das Thema zügig abzuschließen, statt noch ewig darauf herumzureiten, denn in Hankensbüttel gibt es nach wie vor viel zu tun. Die Politiker aller Parteien sollten ihre Energie lieber auf ihre Arbeit verwenden statt auf Streitereien untereinander. SO wären sie dann gute statt schlechte Vorbilder.

Zum Schluss sei mir noch der Hinweis erlaubt, dass das Geld, das in die Anzeige investiert wurde, als Spende an einen der Fördervereine der örtlichen Kindergärten oder Schulen oder eine andere gemeinnützige Organisation wesentlich besser angelegt gewesen wäre!

Katharina Skerhutt

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