Waltraud Werkmeister ist empört über Zerstörungswut

Zerbrochenes Futterhaus auf dem Stadtgraben

Betr. : Verschwundenes und zerstörtes Futterhäuschen am Gardelegener Stadtgraben. Dazu schreibt Waltraud Werkmeister aus Gardelegen:.

Leserbrief

„Gerne gehe ich täglich mit meinem kleinen Hund einige Male um unseren gepflegten Wall und Stadtgraben herum, so dass ich alles, was dort geschieht, persönlich mitbekomme. Die Tragödie von Familie Schwan zum Beispiel oder wenn morgens Teile der Schautafel und Wegbegrenzungspoller im Stadtgraben schwimmen, die irgendwelche Kraftprotze in ihrer Zerstörungswut dort hineingeworfen haben.

Neulich entdeckte ich bei meiner Gassi-Runde schon von weitem etwas Neues auf einem Beet am Stadtgraben. Beim Näherkommen entpuppte es sich als Futterhäuschen, gut bestückt mit Futter und Meisenringe. Tolle Idee, dachte ich. Hoffentlich wird es auch gut angenommen von Mensch und Vogelwelt. Inzwischen habe ich auch in Erfahrung gebracht, dass die Schüler der Klasse 2 a der Goethe-Schule dieses Häuschen selbst gebaut haben. Alle Achtung!

Nun hielt ich jeden Tag Ausschau nach diesem neuen Futterplatz. Leider war er nach einigen Tagen verschwunden. Schade, dachte ich. Aber vielleicht haben es die Kinder an einem anderen Platz gestellt, weil es dort nicht genug angenommen wurde. Doch dann die traurige Entdeckung: Einige Meter weiter lag das zerbrochene Futterhäuschen auf dem zugefrorenen Stadtgraben. Sicher werden die Schüler enttäuscht und traurig sein, dass ihr Werk so geendet ist. Ich fühle mit ihnen und hoffe, sie lassen sich dadurch nicht davon abhalten, neue Bastelarbeiten zu erschaffen.

Wieder einmal haben Unbekannte in ihrer Zerstörungswut Werte, die in diesem Fall noch dazu von Kindern erarbeitet wurden, zunichte gemacht. Warum? Aber diese Frage bleibt mit Sicherheit unbeantwortet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare