Leserbrief

„Werden fit gehalten“

Osterburg. Zum Bericht „Tierschützer protestieren gegen die Zirkuswelt“ in der AZ vom 19. Juni schreibt Friedrich Krüger aus Osterburg:

„Personen aus Tangermünde, Tangerhütte und Havelberg reisen nach Osterburg an, um gegen Zirkus Probst Stimmung zu machen. Diese Leute betrachten Zootiere als Gefängnistiere und Zirkustiere als Missbrauchte in der Manege, denen alles durch Gewalt beigebracht wird, sodass diese auch früher sterben. Verhaltensforscher und Biologen wie Immanuel Birmelin und sein Stab haben nachgewiesen, dass Zirkustiere wie Löwe, Tiger und Elefant glücklicher als ihre Artgenossen im Zoo sind. Die Tiertransporte betragen in der Regel nur kurze Strecken. Messungen des Stresshormonspiegels bei längeren Transporten ergaben entspannte Werte, also wie kurz vor Abreise. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund, Tiere im Zirkus zu verbieten. Neurobiologisch gesehen, machen Tiere Lernprozesse, werden ständig trainiert, werden unterhalten und werden körperlich fit gehalten. Das erzeugt auch ein Wohlbefinden. Nachweislich werden diese Tiere älter als ihre Artgenossen im Zoo. Zirkustiere lieben ihre Menschen und diese ihre Tiere. Für diesen Aufriss hätten die Leute lieber bedürftigen Kindern helfen sollen.“

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